Wieder ein Geschenk für die Dorfkirche

Gadower Förderverein bekam gestern 200 Euro von einem Forst- und Landschaftsbaubetrieb

UTA KÖHN

GADOW Die Mitglieder des Förderverein zur Rettung der Gadower Dorfkirche hatten gestern allen Grund zur Freude. Sie haben 200 Euro bekommen. Die Spende kam von der Firma Schulz aus Fleetmark in Sachsen-Anhalt, und den Kontakt hatte Revierförster Matthias Leibrandt hergestellt.

Der Forst- und Landschaftsbaubetrieb ist schon seit einigen Jahren in Leibrandts Revier mit der Durchforstung von Waldflächen beauftragt. Und kürzlich bekam die Firma auch einen Auftrag zur Durchforstung des Kirchenwaldes. Mit den Einnahmen aus dem Holzeinschlag soll ein Teil der Kosten für das neue Dach abgedeckt werden.

Abseits vom Geschäft bekam Olaf Schröder, der zuständige Mitarbeiter für den Geschäftsteil Forst, mit, welche Anstrengungen die Leute in Gadow unternehmen, um ihre Kirche wieder in Ordnung zu bringen. "Das ist eine gute Sache, die unterstützt werden sollte", sagte er sich und erzählte seinem Chef davon. Der war bereit, eine Spende rauszurücken.

Das Geld kann der Förderverein gut gebrauchen. Erst kürzlich sind die Fenster über den beiden Türen saniert worden, noch in diesem Jahr sollen die Wände im Eingangsbereich und die Fenster im Turm auf Vordermann gebracht werden. Und es wird auch Geld angespart, um für einen Fördermittelantrag ausreichend Eigenmittel zusammen zu bekommen. Denn auch das Dach und die Fenster zur Straßenseite müssen dringend saniert werden.

Der Förderverein ist sehr rührig beim Eintreiben von Geld. Bei den verschiedensten Veranstaltungen wird Geld gesammelt: Außer den Sammlungen im Dorf und der Kollekte bei den Gottesdiensten werden Ausstellungen, Theateraufführungen, Auftritte von Orchestern oder Chören veranstaltet. Am 22. April kommt der Gemischte Chor Marzahn zu einem Konzert nach Gadow. "Die müssten uns ja nichts von den Einnahmen abgeben", sagt Erika Heiler vom Förderverein. "Aber die machen meist halbe-halbe mit uns."

Im vorigen Jahr haben die Gadower sogar Geld aus Kanada bekommen. Eine Pfadfindergruppe kam ins Dorf und brachte 2000 Euro mit. Und dann gibt es immer mal wieder Jubilare, die sich sagen, dass sie Geschenke nicht brauchen und sich stattdessen Geld für ihren Förderverein wünschen. Mal gab es 200 Euro, beim 80. Geburtstag bekam Anni Seelig 1200 Euro und ließ das Geld dem Verein zukommen.

Der Förderverein hat sich ein großes Vorhaben auf die Fahnen geschrieben. Von heute auf morgen lässt es sich nicht bewältigen.

Die Grundsteinlegung der Kirche war im Jahre 1861. Zwischen den 1970er-Jahren und 2004 wurde sie nicht genutzt. Dann gründete sich der Förderverein, um den Verfall zu stoppen.

Märkische Allgemeine vom 17. März 2007

   Zur Artikelübersicht