Notsicherung, die Zweite

Königsberger Kirche wieder im Fokus

 Dorfkirche Königsberg

KÖNIGSBERG Die Kirche in Königsberg soll so bald wie möglich eine endgültig funktionierende Notsicherung erhalten, damit sie endlich wieder genutzt werden kann. Danach soll das Gebäude Stück für Stück saniert werden. Das ist das Ergebnis einer Beratung, die am Mittwoch im ehemaligen Königsberger Pfarrhaus stattfand. Mitglieder des Gemeindekirchenrates diskutierten mit Matthias Hoffmann-Tauschwitz und Jürgen Kübart vom Berliner Kirchlichen Bauamt und einer Reihe von Fachleuten Fragen zur Statik, zur Denkmalpflege und Kunstgeschichte. Die Gesamtleitung des Projektes bleibt in den Händen des Berliner Architekten Siegfried Ismer.

Damit kam nach längerer Zeit wieder Bewegung in die Sache. Denn das Problem ist nicht neu. Es begann kurz vor Ostern 2004. Damals war die bereits für den Gottesdienst vorbereitete Königsberger Kirche ganz plötzlich bauaufsichtlich gesperrt worden. Auslöser war ein von Ismer erbetenes Baugutachten im Zusammenhang mit einer geplanten Dacheindeckung gewesen. Der Gemeindekirchenrat hatte sich daraufhin bemüht, diesen Notstand zu beheben und sich für eine baufachliche Begleitung eingesetzt. Unterstützung kam auch von dem kurz darauf gegründeten Förderverein, der zahlreiche Aktivitäten zugunsten der Kirche veranstaltete. Das alles machte den Einbau einer Notsicherung möglich.

Doch die Sperrung der Kirche wurde dadurch nur kurz aufgehoben. Denn es hatten sich auch innerhalb dieser eingebauten Notsicherung wieder neue Verformungen am Dachstuhl ergeben.

Nun bat Elisabeth Lau, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, den Bischof der Landeskirche Wolfgang Huber persönlich um Hilfe.

Und das schien tatsächlich die Dinge in dieser verfahrenen Angelegenheit zu beschleunigen. Denn daraufhin kam die Beratung in dieser Woche zustande.

Doch auch wenn die erweiterte Notsicherung installiert werden kann, so bleibt dennoch die Frage nach einer grundlegenden Sanierung. Noch ist offen, wo die Fördergelder dafür herkommen sollen. ms

Märkische Allgemeine vom 17. März 2007

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