Der vorerst letzte Streich

Liebenwalder Kirche wird bald fertig eingedeckt / Noch Fotos gesucht

NICOLE PETERS

LIEBENWALDE Ende März werden die Bauarbeiten an der Hülle der Liebenwalder Kirche fortgesetzt, und Pfarrer Volkmar Gartenschläger ist zuversichtlich, dass sie bis Ende des Jahres fertig gestellt sein werden. "Der nächste Weihnachtsgottesdienst findet bestimmt in der Kirche statt", sagte er in Anspielung auf den Gottesdienst unter freiem Himmel zu Weihnachten 2006. Nur werde die Kirche innen nicht genauso instand gesetzt sein, zumal die Bauarbeiten auch im Innenraum ihre Spuren hinterlassen haben (MAZ berichtete).

Nach den Dachdeckerarbeiten soll eine Regenrinne montiert werden. Nach anfänglicher Ablehnung hatten die Untere Denkmalschutzbehörde und das Landesamt für Denkmalpflege diese Ergänzung am Bau Ende 2005 schließlich genehmigt, weil offensichtlich geworden war, dass das Mauerwerk durch Regen belastet worden ist. "Man konnte regelrecht sehen, wie die Feuchtigkeit ins Mauerwerk eingedrungen ist", sagte Pfarrer Gartenschläger. Der durchnässte Putz sei mittlerweile abgeklopft worden und werde wohl nicht nur außen, sondern auch in der Kirche erneuert. Auch Stuckelemente am Gesims und an der Fassade sollen ausgebessert werden sowie Fenster und Türen.

Darüber hinaus ist aber weiterhin offen, wie es mit der Innenraumsanierung im kommenden Jahr weiter gehen wird, zumal dafür keine Fördermittel von Land, Stadt oder Kirche zu erwarten sind. Weiterhin sucht die Gemeinde alte Bilder vom Inneren der Kirche, um das historische Vorbild in die Pläne zur Neugestaltung einzubeziehen. "Ich bin überzeugt, dass noch was da ist", so der Pfarrer. Allerdings habe er bislang noch keine Bilder bekommen.

Um die Sanierung weiter voranzutreiben, werde wichtig, "die Menschen reinzuziehen, abseits von dem, was ohnehin unsere Aufgabe ist", sagte Gartenschläger. Der Tag des offenen Denkmals am 9. September dieses Jahres werde eine Gelegenheit hierzu sein. S.H.

Märkische Allgemeine vom 27. Februar 2007

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