Grundstein für weitere Arbeiten

Erste Maßnahmen zur Sanierung der Bölzker Kirche vorgenommen

NICOLE PETERS

BÖLZKE Am Ende des Jahres 2006 kam das erschreckende Urteil: Das Ingenieurbüro Seemann aus Hoppegarten hatte ein Gutachten ausgestellt, indem die Bölzker Kirche (Stadt Pritzwalk) als akut einsturzgefährdet gilt. Die Mitglieder des Vereins "Zum Erhalt der Bölzker Kirche" haben nun eine Notsicherung ausgearbeitet, die auf dem erforderlichen Sanierungskonzept beruht.

An zwei Tagen, Freitag und Samstagvormittag, kamen engagierte Bürger, ehrenamtliche Arbeiter und Vorstandsmitglied Reinhard Helm in der Kirche zusammen, um den Grundstein für weitere Sanierungsarbeiten zu legen. Da sich die Kirche bereits um etwa zehn Zentimeter seitlich geneigt hat, mussten Maßnahmen ergriffen werden, die eine weitere Verschiebung verhindern. Dank des Stiftforstes Heiligengrabe, der dem Verein Holz zur Verfügung gestellt hat, konnten am Wochenende mehrere Stützbalken eingebaut werden.

Um weitere Sanierungsarbeiten einzuleiten, wollen die Mitglieder des Vereins "Zum Erhalt der Bölzker Kirche" einen Fördermittelantrag stellen. Doch auch wenn dieser bewilligt wird, ist noch immer ein Eigenanteil von 25 000 Euro aufzubringen. Durch die ehrenamtlichen Arbeiten am vergangenen Wochenende konnte bereits 6000 Euro gespart werden. Aber auch weiterhin muss der Verein auf Spenden hoffen, damit er die denkmalgeschützte Kirche sanieren und erhalten kann. So schnell wie möglich möchte er die Nutzung der Kirche für Vereinsarbeiten und natürlich auch für den Gottesdienst wieder gewährleisten. Reinhard Helm wies darauf hin, dass die traditionellen Veranstaltungen des Vereins, wie das Kürbisfest oder die Theateraufführung dennoch stattfinden werden, auch wenn die Kirche zu diesem Zeitpunkt noch nicht nutzbar sein wird. Insgesamt werden die Baumaßnahmen voraussichtlich noch mehrere Jahre andauern.

Märkische Allgemeine vom 19. Februar 2007

   Zur Artikelübersicht