Verein will sichtbares Ergebnis liefern

Groß Lüben: 30 000 Euro für Kirchturm gespendet / Aufbau zur Not auch in Etappen

DOROTHEA VON DAHLEN

GROSS LÜBEN Eine erfreuliche Bilanz hat der Vorsitzende des Fördervereins Kirche Groß Lüben zum Jahresbeginn gezogen. Spenden in Höhe von 30 000 Euro können die Mitglieder inzwischen auf ihrem Sammelkonto verbuchen. Das Geld soll für den Wiederaufbau der Kirchturmspitze verwendet werden, die im Jahre 1984 bei einem heftigen Sturm herabstürzte.

"Knapp die Hälfte dieser Summe bekamen wir bereits im ersten Jahr nach dem Beginn der Sammelaktion", berichtet Behrens. Doch sei auch die Beteiligung am Adventsbasar im Dezember sehr erfolgreich gewesen. Bei der Tombola, für die Preise aus dem gesamten Dorf gestiftet wurden, kamen demnach 1500 Euro zusammen. Auch die Neuauflage des Groß-Lüben-Kalenders fand reißenden Absatz. Die 90 Exemplare waren binnen kürzester Zeit vergriffen.

Da die Sammelaktion schon seit geraumer Zeit läuft, sieht sich der Förderverein gehalten, den Spendern ein Ergebnis zu präsentieren. "Wir sind jetzt in der Situation, dass die Leute ungeduldig werden", sagt Behrens. Aus diesem Grunde hat der Vereinschef schon einmal konkrete Angebote eingeholt, damit er die Kosten des Projektes besser überblicken kann. Bei sparsamer Kalkulation, die durch ein günstiges Holzangebot aus hiesigen Wäldern möglich wird, wäre jetzt noch eine Summe von 60 000 Euro offen. Der Vereinschef will sich deshalb noch einmal ans Kulturministerium und andere Institutionen wenden, um prüfen zu lassen, ob es nicht möglich ist, den ausstehenden Betrag aus öffentlichen Mitteln zu ergänzen.

"Viele denken, die Turmsanierung sei der reine Luxus. Aber das Notdach ist auch schon wieder marode. Beim jüngsten Sturm hat es kräftig hineingeregnet", erzählt Behrens. Bevor später viel Geld investiert werden müsse, um das Innere der Kirche wieder herzurichten, müsse gleich gehandelt werden. Für den Fall, dass die komplette Finanzierung nicht auf Anhieb gelingt, gibt es auch eine Minimalvariante. Auf Vorschlag des Vereins "Alte Kirchen", der die Groß Lübener tatkräftig berät, könnte der Turm auch in mehreren Etappen hergerichtet werden. "Vielleicht ist es dann leichter, für die nächsten Bauabschnitte weitere Spenden zu bekommen", hofft Behrens.

Der Turmbau wird sicherlich auch Thema der nächsten Mitgliederversammlung des Vereins sein. Das Treffen ist für den 23. März ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus von Groß Lüben anberaumt.

Märkische Allgemeine vom 22. Januar 2007

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