Gewürdigt, getauft, gefeiert

Gestern nahm Barsikow seinen erneuerten Kirchturm offiziell in Besitz

ALEXANDER BECKMANN

BARSIKOW Seit gestern hat Barsikow nun auch offiziell einen blitzeblanken Kirchturm: Mit einem Gottesdienst feierte das Dorf die Sanierung des markantesten Teils seines Gotteshauses.

Kurz vor Weihnachten waren die Bauarbeiten abgeschlossen worden. Pfarrer Jürgen Brückner aus Zernitz erinnerte daran, welch weiter Weg es bis dahin gewesen war: Dass die Erneuerung dringend nötig war, habe man schon seit Jahren gewusst. Zwar seien bereits 1998 die ersten Angebote zur Sanierung eingeholt worden, doch habe es immer wieder Verzögerungen gegeben. "Bis sich das Ehepaar Nagel für das Vorhaben engagiert hat", erinnerte Brückner.

Das erwähnte Pastorenpaar war eigens von seiner neuen Pfarrstelle in Bayern nach Barsikow gereist, um gemeinsam mit seiner ehemaligen Gemeinde zu feiern. Und um ein Kind zu taufen: Wiebke Schröder heißt die Jüngste im Dorf. Ihr Foto steckt neben anderen Dokumenten in der restaurierten Turmkugel.

Das Fest bot Gelegenheit, sich an die Anstrengungen zu erinnern, die der Bau gekostet hat: Rund 130000 Euro hatte die Gemeinde aufbringen müssen - über Spenden, Zuschüsse, Darlehen und einen großen Teil Eigenleistungen. Allein für die Turmuhr sammelte der Freundeskreis Dorfkirche Barsikow über 4600Euro an Spenden. Nun gibt es sogar zwei Zifferblätter statt des ursprünglich sparsam geplanten einzelnen.

Jürgen Brückner ließ nicht unerwähnt, dass sich bei den Bauarbeiten weitere schwere Mängel am Gotteshaus gezeigt hätten. Ein nächster Bauabschnitt sei damit bereits absehbar. Und: "Die Gemeinde darf zuversichtlich sein, dass es weitergeht." Die Barsikower ihrerseits beteten für die Gemeinden, die ihre Kirchen noch herrichten wollen.

Und sie feierten gestern kräftig bis in den Abend hinein.

Märkische Allgemeine vom 15. Januar 2007

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