Vieles wäre nicht möglich gewesen

Förderverein besteht seit fünf Jahren

MICHAEL BEESKOW

WITTENBERGE Bereits seit fünf Jahren besteht der Förderverein der Evangelischen Kirche in Wittenberge. Ulrich Wernicke, der Vorsitzende des Fördervereins, nimmt dies zum Anlass für einen Rückblick. Als besonders erfreulich wertet er, dass viel Geld über den Förderverein für die Kirchensanierung zur Verfügung gestellt werden konnte. Gleich im Gründungsjahr wurde die wiederentdeckte Kassettendecke für etwa 100 000 Mark rekonstruiert, und dies geschah ausschließlich mit Mitteln, die der Förderverein bereit gestellt hatte.

Es gab aber auch finanzielle Unterstützung durch die Stiftung Deutsches Denkmal und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung; die Gegenfinanzierung dieser Zuwendungen erfolgte mit Hilfe der im Förderverein gesammelten Gelder. Dadurch konnten die Sanitäranlage, aber auch die Kücheneinrichtung in der Kirche entstehen.

Erst im Vorjahr ermöglichte der Förderverein die Finanzierung einer modernen Lautsprecheranlage, die Modernisierung der Heizungsanlage und die komplette Erneuerung der Elektroanlage.

Ulrich Wernicke ist der Hinweis wichtig, dass all diese Gelder ausschließlich Mitglieder und Freunde der Kirche, Betriebe aus der Region, aber auch viele auswärtige einzelne Spender aufbrachten. Der Vorsitzende des Fördervereins führt hier die Patengemeinden St. Georgen, Heedfeld sowie auch die Gemeinde in Elmshorn auf, die durch ihren Nicolaichor mit zwei schönen Benefizkonzerten den Wittenbergern unvergessliche Stunden bereitet haben.

Von Anfang an hat der Förderverein sich dafür eingesetzt, so Ulrich Wernicke, im Rahmen der Wittenberger Kirchenmusiktage musikalische und literarische Veranstaltungen durchzuführen. Besonders gern erinnert er sich an das Benefizkonzert der Reihe "Grundton D" mit dem Dresdner Kreuzchor im Vorjahr. Unbedingt zu nennen sei aber auch das Benefizkonzert zu Gunsten des Vereins "Beni".

Schon die Organisation und Absicherung dieser Veranstaltungen seien nur durch Unterstützung des Fördervereins möglich gewesen, erklärt Ulrich Wernicke. Diese Veranstaltungen sowie die Beteiligung an der Aktion "Offene Kirche", die auch durch andere freiwillige Helfer abgesichert wurden, waren eine sehr große Hilfe in der Arbeit für die Kirche.

"Trotzdem lief nicht alles so glatt wie wir uns es manchmal gewünscht haben", räumt er ein. Natürlich gebe es noch einiges zu verbessern. Wer die Kirche aus dem Herbst noch in Erinnerung habe, werde feststellen, dass viele Bauarbeiten noch vor uns liegen: Ulrich Wernicke dazu: "Man denke nur an die malermäßige Instandsetzung, die Sanierung der Orgel, aber auch die Erneuerung der Abzißfenster, alles das sind geldintensive Herausforderungen, die wir alle gemeinsam noch meistern müssen."

Ohne den vielen Spendern wäre das alles nicht möglich gewesen. Deshalb möchte er sich im Namen der Kirche, des Gemeindekirchenrates und des Fördervereins bei allen Unterstützern und Helfern bedanken.

Märkische Allgemeine vom 11. Januar 2007

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