SANIERUNG DER SCHÖNFLIEßER KIRCHE BEGINNT

Schwamm muss raus

SCHÖNFLIESS Absperrband und ein Baugerüst künden seit gestern von der beginnenden Sanierung der Schönfließer Dorfkirche. Schwammbefall hat dem denkmalgeschützten Gebäude zugesetzt. Der Dachstuhl sei betroffen, weil das Gotteshaus jahrzehntelang mit minderwertigen Betondachziegeln gedeckt war, berichtet Architekt Joachim Ritter, der zugleich als Baubeauftragter des Pankower Kirchenkreises fungiert.

Die Arbeiten sollen am Dach des Kirchenschiffes beginnen. Bis zum Jahresende soll dieser erste Bauabschnitt geschafft sein, sagte Pfarrer Matthias Möckel. Die übrigen Arbeiten würden sich voraussichtlich über Jahre hinziehen, so Möckel in einer Ansprache.

Der zweite Bauabschnitt soll ab Frühjahr nächsten Jahres angegangen werden - die Patronatsloge und die Veltheimkapelle. Dort hat sich der Schwamm im Mauerwerk breit gemacht. In weiteren Bauabschnitten sollen noch der Turm und der stark beschädigte Innenraum in Ordnung gebracht werden.

Für die ersten beiden Sanierungsetappen werden Kosten von jeweils rund 170 000 Euro veranschlagt. An der Finanzierung beteiligen sich Land und Bund, der Kirchenkreis Pankow und die Landeskirche sowie die Gemeinde Schönfließ. Immerhin rund die Hälfte der zunächst anstehenden Sanierungsarbeiten wird aus dem kommunalen Säckel bestritten, betonte Pfarrer Möckel. Kein Wunder also, wenn Bürgermeister Klaus Brietzke sich während der gestrigen Bauberatung in die Runde der Firmenchefs stellte. Wenn das Gerüst morgen steht, geht die Dachsanierung in die Vollen. Neben den Ziegeln müssen auch Teile des Dachstuhls komplett erneuert werden.

Vor drei Wochen hatte sich ein Förderverein gegründet, um unter der Leitung von Pfarrer i. R. Gottfried Rieger Geld für das Sanierungsprojekt einzuwerben. Außerdem soll der kulturelle Veranstaltungskalender gepflegt werden. ht

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