Die Kirche wird schmuck

Innenausbau hat begonnen / Einweihung zum 1. Advent geplant

WERNSDORF Nachdem die Sanierung des Glockenturms und des Kirchenschiffs im letzten Jahr pünktlich zum 200-jährigen Bestehen der Dorfkirche in Wernsdorf fertig gestellt werden konnte, hat jetzt auch der Innenausbau begonnen. In dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude sind zahlreiche Elektro-, Maurer-, Zimmermanns- und Tischlerarbeiten erforderlich.

So erhält die 1803 erbaute Kirche eine komplett neue Elektroanlage. Der Altarraum wird umgestaltet. Außerdem wird die Holzempore an der Orgel einer Generalüberholung unterzogen. Viel Fingerspitzengefühl erfordert auch die Begradigung des denkmalgeschützten Fußbodens. Maurer und Maler sind am Werk, um die Decke und die Wände zu verputzen beziehungsweise zu streichen. Außerdem sollen sich die Kirchenbesucher an einer neuen Beleuchtung erfreuen. Insgesamt sind für den Innenausbau 57 000 Euro vorgesehen.

Die Bauarbeiten sollen bis zum 1. Advent abgeschlossen sein. Alle Wernsdorfer sind dann zu einem Fest-Gottesdienst eingeladen. Die in drei Bauabschnitten vollzogene Sanierung der Wernsdorfer Kirche wäre damit abgeschlossen.

Begonnen hat es 1998, als sich engagierte Bürger im Dorf zusammenfanden, weil sie den zunehmenden Verfall der alten Kirche nicht mehr mit ansehen konnten. Sie gründeten den Kirchbau-Verein, der seit drei Jahren von Volker Schramm geleitet wird. "Hätten einige Wernsdorfer damals nicht größere Summen gespendet", so Schramm, "wäre die Rekonstruktion wahrscheinlich niemals in Gang gekommen. Zehn Jahre später wäre die Kirche zur Ruine verkommen."

Der bereits deutliche Risse aufweisende Glockenturm wurde als erstes in Angriff genommen. Hier mussten das Mauerwerk stabilisiert und die beiden Glocken ausgebaut werden, ehe sie Ende 2002 wieder läuten konnten. Allein dieser Bauabschnitt verschlang 92 000 Euro. Anschließend erhielt das Kirchenschiff eine völlig neue Außenhaut. Die alten Fenster und Türen wurden aufgearbeitet, der Dachstuhl überholt.

Insgesamt kostet die Rekonstruktion der Kirche 263 000 Euro. "Ohne das Engagement der Bürger sowie der Gemeinde Wernsdorf hätte dieses Geld nie aufgebracht werden können", sagt Schramm. Trug doch allein der Kirchbau-Verein 41 000 Euro zur Finanzierung bei. Weitere 122 000 Euro kamen jeweils zur Hälfte von der Gemeinde Wernsdorf sowie aus der Prioritätenliste des Kreises über die Stadt Königs Wusterhausen. Zu den Geldgebern gehören aber auch die Deutsche Stiftung für Denkmalschutz sowie die evangelische Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Kiba). mo.

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