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Damelacker Verein zur Erhaltung der Kirche mit Förderpreis gewürdigt

ALEXANDER BECKMANN

Eine professionelle Präsentation zum Zustand der Damelacker Kirche gehört zu den Arbeitsergebnissen des Vereins 
Eine professionelle Präsentation zum Zustand der Damelacker Kirche gehört zu den Arbeitsergebnissen des Vereins.
Foto: Beckmann

DAMELACK Die Arbeit des Fördervereins zur Erhaltung der Kirche in Damelack wurde am Freitag mit dem Preis "Startkapital" des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg gewürdigt. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert und wird von dem Dachverband von etwa 200 Fördervereinen einmal jährlich an fünf neue Mitglieder vergeben. 27 Vereine hatten sich beworben.

Sieben Vereinsmitglieder aus Damelack waren am Freitag extra nach Günterberg bei Angermünde gereist, um den Preis entgegenzunehmen. Zuvor hatte sich eine Jury mit dem Verein befasst. "Die haben mit uns gesprochen, haben sich unser Papierwerk angesehen - und waren begeistert", berichtet Vereinssprecher Christoph Knaus. "Wir wurden dafür prämiert, dass wir gute Aktionen machen und die Kirche kulturell beleben." Der Preis würdige vor allem Aktivität. "Man muss schon umtriebig sein."

Das sind die Damelacker ganz ohne Frage. Seit Januar 2005 hat sich der Verein die Rettung der Kirche auf die Fahnen geschrieben. Auf deren desolaten baulichen Zustand wies er unter anderem mit seiner Aktion "5 vor 12" hin. Ein Baugutachten war eines der ersten Ergebnisse. "Es sagt: Wir garantieren für gar nichts mehr", berichtet Christoph Knaus. Der Hausschwamm habe insbesondere dem Turm schwer zugesetzt.

Mit Konzertreihen will der Verein die Kirche ins Gespräch bringen und Geld sammeln. "Das hat sich von Mal zu Mal gesteigert. Zuletzt war das Haus voll besetzt. Das ist auch für uns ein Erfolgserlebnis." Am kommenden Sonnabend ab 15 Uhr gibt es als letztes Konzert des "Damelacker Sommers" einen Chansonnachmittag.

Gut 180 000 Euro werden veranschlagt, um die Standsicherheit des Turmes wiederherzustellen. Der Damelacker Förderverein hat Mittel aus dem Programm für die ländliche Entwicklung beantragt und hofft auf Geld aus dem nächsten Kreishaushalt. Zusagen gibt es bisher keine. (Ostprignitz-Ruppin)

Märkische Allgemeine vom 18. September 2006

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