"100-Jähriges" der Lychener Helenenkapelle gefeiert

Bilanz des Vereins Heilstätten Spender und Sponsoren gewürdigt

Lychen (bs). Den Tag der Einweihung der Helenenkapelle vor genau 100 Jahren nahmen die Mitglieder des Vereins Heilstätten gestern zum Anlass, gemeinsam mit zahlreichen Gästen einen Blick zurück in die Zeit um 1900, in die wechselvolle Geschichte bis heute und den Werdegang der kleinen Kirche zu werfen. Gleichzeitig zeichnete Vorsitzender Tobias Schönfeldt ein Bild davon, wie sich der 1999 gegründete Verein um die Erhaltung und vielfältige kulturelle Nutzung der Kapelle bemühte.

Durch ungezählte ehrenamtliche Arbeitsstunden der 30 Vereinsmitglieder konnte der zwischen 1945 und 1993 von der Sowjetarmee zweckentfremdet als Diesel- und Öllager benutzten Kapelle ein Teil ihres einstigen Charmes zurückgegeben und ein Stück Kulturgut erhalten werden, sagte er. Für Geldspenden, Sponsorenleistungen, Benefizkonzerte und sonstige aktive Hilfe gebühre einer Vielzahl von Personen und Firmen Dank, sagte Tobias Schönfeldt und nannte stellvertretend 30 Namen. Darunter auch die Sponsoren von fünf instandgesetzten Kirchenfenstern. Erst am Vortage waren erneut drei fertiggestellte Fenster eingesetzt worden.

Bürgermeister Sven Klemckow dankte den Mitgliedern des Heilstättenvereins für ihr Engagement, die Helenenkapelle einer kulturellen Nutzung zuzuführen und als Begegnungsstätte im Erholungsort zu profilieren.

Als Gäste der Feier überbrachten Marianne Fiedler vom Förderkreis alte Kirchen Berlin-Brandenburg und zugleich im Namen ihrer evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Nikolassee sowie Sigrid Kraatz von der Brandenburgischen Boden Gesellschaft Wünsdorf (BBG) ermutigende Grüße an die Vereinsmitglieder, deren Bemühen sie nach Kräften unterstützen wollen.

Um die künstlerische Ausgestaltung der Jubiläumsfeier machten sich neben den kleinen und großen Lychener Tormusikanten um Jörg Hartzsch auch sieben Schülerinnen der 6. Klasse der Pannwitz-Grundschule als Sängerinnen mit ihrem "Direktor" Henning Storch und Doris Hagemann verdient, die als "Schwester Hanna" über den Aufenthalt kleiner Patienten in den Anfangsjahren der Hohenlychener Heilstätten berichtete.

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