FÖRDERVEREIN DORFKIRCHE SIEHT SICH VOR EINEM WICHTIGEN ETAPPENZIEL

"Dach und Fach" hilft Teetz

WOLFGANG HÖRMANN

TEETZ Der Förderverein Dorfkirche Teetz hat in seinen Informationen und Mitteilungen, die Mitglieder im vergangenen Monat erhielten, eine gute und eine schlechte Nachricht parat. Zuerst die gute: Die Hoffnungen, aus Mitteln des Denkmalschutzprogramms "Dach und Fach" Fördermittel für den Fortgang der Kirchenrestaurierung zu bekommen, haben sich erfüllt. Auf Antrag gab es eine Zuwendung von 47 000 Euro. Und nun die schlechte Nachricht: Es könnte die letzte Unterstützung dieser Art gewesen sein, denn "Dach und Fach" ist ein Auslaufmodell. Kulturstaatsministerin Christina Weiss verkündete bereits am 10. Juli sein Ende. Es gibt zwar einen Protest auch vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg. Dass der etwas bewirkt, darf allerdings angezweifelt werden.

In Teetz kann nun erst einmal weitergebaut werden. Zu den 47 000 Euro Fördermitteln kommen 23 000 Euro Eigenanteil. Mit diesen 70 000 Euro im Rücken hat Architekt Andreas Großmann die weiteren Maßnahmen an Kirchenschiff und Turm ausgeschrieben und bei einer Submission vor Ort verhandelt. Die Firmen mit den günstigsten Angeboten erhielten den Zuschlag. Noch in diesem Jahr sollen der Dachstuhl saniert, das Kirchendach neu- bzw. umgedeckt, Traufmauerwerk und Ortgänge repariert werden. Dafür sind teilweise Formsteine neu zu brennen. Schadhafte Stellen des Turmhelmes dürfen zudem auf Ausbesserung hoffen. Die Teetzer sehen schon am Gerüst, dass sich etwas tut. Dachdecker- und Maurerarbeiten sind im Gange.

Mit deren Finale ist der Förderverein um Dieter Kliche seinem Ziel, die Kirche zu erhalten, ein großes Stück näher gekommen. Als Nächstes auf der Prioritätenliste stehen Sanierung des Mauerwerks am Kirchturm, Erneuerung der Fenster des Kirchenschiffs sowie der Türen und Stufen. Und dann muss der Glockenstuhl in Angriff genommen werden. Seine Reparatur soll etwa 3000 Euro kosten. Dabei könnten technische Voraussetzungen für ein später einzubauendes elektrisches Läutwerk geschaffen werden.

Weil mit Fördergeld immer seltener zu rechnen ist, kommt Spendern zunehmend größere Bedeutung zu. Die Kollekte beim Ostergottesdienst hatte 88 Euro erbracht, beim 3. Teetzer Sommerkonzert kamen 878 Euro zusammen. Die Öko-Höfe Schönberg übergaben 400 Euro und taten sich nicht zum ersten Mal unterstützend hervor, was sie in den "Mitteilungen" als "unsere große Förderin" erscheinen lässt. Lob bekommt auch der Heimatchor des Ortes, der bei allen festlichen Anlässen im Gotteshaus dabei ist.

Wie es anderswo im Land aussieht, findet bei aller Arbeit immer das Interesse der nunmehr 39 Mitglieder des Vereins. Seine diesjährige Herbst-Exkursion startet morgen um 8.30 Uhr vom S-Bahnhof Berlin-Schöneweide aus. Sie führt diesmal in die Umgebung von Frankfurt (Oder), so u. a. zu den Dorfkirchen Lossow, Lichtenberg, Wulkow und Niederjesar

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