Sternpaten unterschreiben

 

An der Babelsberger Angerkirche haben gestern Morgen die ersten Stern-Paten auf ihren Goldsternen in der Gewölbekuppel unterschrieben. Bei einer kleinen Sponsorenfeier machte der frühere Baudirektor der Schlösserstiftung und jetzige ehrenamtliche Bauleiter für die Kirche, Martin Herborn, den Anfang. Die erste offizielle Unterschriftenrunde für Käufer der Sterne findet am kommenden Adventssonntag statt, dem 30. November.

Als maßgeblicher Projektbetreiber zog Baudenkmalpfleger Roland Schulze Bilanz. Er habe noch nie eine so unkomplizierte Baustelle gehabt, lobte er die mehr als 60 beteiligten Firmen: "Alle haben nach vorn gedacht. Was nicht geht, wollte keiner hören. Nur was geht, war wichtig." Niemand habe bei diesem Projekt nennenswert Geld erhalten; so habe sich "ein bestimmter Typ Leute zusammengefunden. Hier galt das gesprochene Wort, das Ehrenwort". Es gab keinerlei schriftliche Verträge.

Besonders erfreut zeigte sich Schulze über die Berichterstattung der MAZ: "Gewöhnlich beschreiben Tageszeitungen den Ist-Zustand", sagte er: "Die MAZ aber beschrieb auch Zielvorstellungen und Visionen." Das habe immer wieder neue Sponsoren auf den Plan gerufen - "Firmen, die in ihrer Branche oft auch regionale Marktführer sind".

Gestern wurde die neu gebaute Haupteingangstür eingesetzt - das Meisterstück eines Tischlers; gearbeitet wurde schon an ersten Fensterverglasungen; gegossen wird ein zehn Kilo schwerer Eisen-Zapfen im Schluss-Stein der Kuppel: An ihm ist ein Zugseil befestigt, das hinter der Kuppel und der Wand zur Sakristei am Boden führt, um den Weihnachtsstern anzuhängen.

Schulze zufolge wird am Ende eine Broschüre mit allen Details des Wiederaufbauprojektes herausgebracht. rai


Bericht im Mitteilungsblatt vom Dezember 2001: Wie Babelsberger Enthusiasten ein kleines Wunder vollbrachten

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