LANDESVEREIN "ALTE KIRCHEN" RUFT ZU SPENDEN FÜR ALT KRÜSSOW AUF

Zum Forschen nach Berlin

ALT KRÜSSOW Unter dem Motto "In akuter Not" bittet der Förderkreis "Alte Kirchen Berlin-Brandenburg" jetzt um Spenden für die alte Wallfahrtskirche in Alt Krüssow bei Pritzwalk. In einem Artikel in der Novemberausgabe der Vereinszeitschrift "Alte Kirchen" erzählt Autor Bernd Janowski die Geschichte des beeindruckenden Gotteshauses.

Ein wundertätiges Annenbild soll einst viele Pilger nach Alt Krüssow gelockt haben, das neben Bad Wilsnack und Heiligengrabe zum dritten bedeutenden Wallfahrtsort in der Prignitz geworden ist. Noch heute zeugt der für das kleine Dorf sehr eindrucksvolle spätgotische Saalbau von dieser Zeit. Sein Zustand ist inzwischen allerdings jämmerlich: Durch kaputte Fenster pfeift der Wind und unter den maroden Dachziegeln senkt sich bedenklich der Dachstuhl.

Um die Kirche zu erhalten, hatte sich der Förderverein "Wallfahrtskirche Alt Krüssow" gegründet (MAZ berichtete). Dessen Vorsitzender Uwe Dummer traf sich gestern Vormittag unter anderem mit Georg Frank, der beim Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum für die praktische Denkmalpflege zuständig ist, zu einer Besichtigung. Große Neuigkeiten gab es nach dem hohen Besuch allerdings nicht.

Der Spendenaufruf in der Zeitschrift "Alte Kirchen" sorgte in der Prignitz nichtsdestotrotz für Freude. Uwe Dummer hatte zu Bernd Janowski den Kontakt gesucht. "Er hat sofort seine Hilfe angeboten", erinnert sich der Vorsitzende des Fördervereins "Wallfahrtskirche Alt Krüssow". Da die Vereine laut Dummer gegenseitige Mitglieder sind - die Alt Krüssower gehören außerdem dem Verein für Geschichte in der Prignitz an - habe Janowski den Beitrag verfasst.

Erfreut ist Dummer auch darüber, dass der Förderverein "Wallfahrtskirche Alt Krüssow" vom Finanzamt eine vorläufige Anerkennung als gemeinnütziger Verein bekommen hat - solange, bis der endgültige Bescheid da ist.

In der nächsten Woche will der Vereinsvorsitzende nach Berlin fahren und in den Märkischen Museen Vergangenheitsforschung betreiben: Wahrscheinlich im 18. Jahrhundert hatte es eine Provinzialausstellung gegeben, für die das Museum aus Brandenburger Kirchen Ausstellungsgegenstände geliehen hatte. "Die Sachen sind zum Teil nicht wieder zurückgegangen." Über eine Inventarliste der Ausstellung will Dummer nun herausfinden, was zum Inventar der Alt Krüssower Kirche gehörte.

"Wir sind auch an der Historie in der jüngeren Vergangenheit interessiert", so Dummer. Wer etwas darüber weiß, kann sich wochentags zwischen 17 und 18 Uhr unter - 03395/70 08 02 an den Vereinsvorsitzenden wenden. Interessenten können sich auch am 13. Dezember um 13 Uhr in der Kapelle der Kirche zur nächsten Mitgliederversammlung des Vereins einfinden.

Auch über Spenden wären die Vereinsmitglieder hoch erfreut. Möglich ist dies unter dem Kennwort "Alt Krüssow" über den Spendenaufruf des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, Kontonummer 5199 767 005, bei der Berliner Volksbank, Bankleitzahl 100 900 00.

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