Förderverein Dorfkirche Teetz e.V.

Informationen und Mitteilungen Nr. 5 (März 2002)

Liebe MitgliederInnen,

an erster Stelle ist heute darüber zu berichten, wie in den seit dem September 2001 (vgl. unser letztes Mitteilungsblatt Nr. 4) vergangenen Wochen die Sicherungsarbeiten an der Kirche vorangekommen sind. Wir haben, so können wir mit ein wenig Stolz sagen, ein wenn auch bescheidenes Etappenziel erreicht: Der östliche, zum Kinderspielplatz hin gelegene Choranbau ist vor dem galoppierenden Verfall bewahrt worden. Die Balkenkonstruktion wurde erneuert, die Mauersimse sind ausgebessert (dazu mussten auch die originalen Formziegel nachgebrannt werden), das Apsis-Dach ist mit neuen Schiefern eingedeckt worden. Damit ist auch der weitere Verfall der originalen, noch aus der Bauzeit der Kirche stammenden Malereien der Apsis aufgehalten worden und die Gefahr gebannt, dass der Putzhimmel, der schon zu bröckeln begann, gänzlich herunterfällt Wir sind einem unserer Ziele, den spätgotischen Schnitzalter aus der Königsberger Kirche nach Teetz zurückzuholen, ein kleines Stück nähergekommen.

Auf Initiative des Fördervereins und im Einvernehmen mit der evangelischen Kirchengemeinde sind über die Sanierung der Apsis hinaus eine Reihe provisorischer Reparaturen in Auftrag gegeben worden. So ist im Dachstuhl eine der beiden Mittelpfetten, die völlig durchgefault war, mit Bandstahl armiert worden. Damit ist die Gefahr gebannt, dass einige Sparren, die völlig ohne Auflage waren, durchbrechen und das Dach einstürzt. Des weiteren sollten die größten Löcher im Dach sowie die Ortgänge an beiden Giebeln notdürftig abgedichtet werden. Wie man von außen gut sehen kann, sind diese Aufträge nicht zu unserer Zufriedenheit ausgeführt worden. Wir haben deshalb mit dem entsprechenden Handwerksbetrieb noch Auseinandersetzungen, glauben aber, dass die offensichtlichen Mängel noch behoben werden können. Ansonsten hoffen wir auch darauf, dass uns im laufenden Jahr die Fördermittel bewilligt werden und die gründliche Sanierung des Daches in Angriff genommen werden kann.

Die Kosten für die genannten Reparaturarbeiten, die sich auf insgesamt 15.961,30 Euro gleich 31 217.59 DM belaufen, sind gemeinsam von der evangelischen Kirche und dem Förderverein erbracht worden. Die evangelische Kirche hat aus ihren Mitteln 10.000,- DM beigesteuert, der Förderverein die restliche Summe von 21.217,59 DM gleich 10.848,38 Euro.

Wie bereits mitgeteilt, ist der Fördermittelantrag für 2002 rechtzeitig auf den Weg gebracht und von der Unteren Denkmalschutzbehörde in Neuruppin befürwortet worden. Wenn er, wie wir alle hoffen, erfolgreich sein sollte, könnten wir noch in diesem Jahr die Sanierung des Dachstuhls und das Neueindecken des Kirchenschiffs in Angriff nehmen.

Dass wir diese Mittel haben aufbringen können, ist unseren vielen kleinen und großen Spendern zu danken, Heute möchten wir uns besonders bei der Agrargenossenschaft Schönberg bedanken, dessen Vorsitzender im Dezember des vergangenen Jahres, anlässlich des Benefiz-Konzertes in der Nikolai-Kirche in Berlin, dem Förderverein einen Scheck über 10.000,- DM überreicht hat. Unser herzlicher Dank gilt allen Mitgliedern der Agrargenossenschaft und ihrem Vorstand. lm Namen unserer Mitglieder wünschen wir der Genossenschaft auch künftigen wirtschaftlichen Erfolg und allzeit eine 'freigiebige Hand' für die Teetzer Kirche. Auch dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg sind wir neuerlich zu Dank verpflichtet. Aus seinen Mitteln haben wir wiederum eine Spende von 1.000,- DM erhalten. Der Förderkreis hat uns bereits vor unserer Gründung, und seitdem eigentlich kontinuierlich mit Rat und Tat, nicht zuletzt mit Geld unterstützt, damit wir unsere Ziele erreichen können. Auf Initiative des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg (namentlich. Bernd Janowski) ist in der Märkischen Allgemeinen eine Artikel-Serie über gefährdete Kirchen der Region eröffnet worden. Sie ist mit einem lesenswerten und unser Anliegen unterstützenden Artikel am 16. Januar 2002 in der MAZ eröffnet worden.

Erwähnung verdienen auch unsere kleinen, aber stetigen Spender, von denen wir heute Herrn Pfarrer Siegesmund von Schöningh, Pastor auf Rügen, nennen wollen, der uns bisher allmonatlich 20,- DM überwiesen und sich erboten hat, uns auch auf andere Weise, z. B. bei der eventuellen Reparatur defekter alter Türschlösser, behilflich zu sein. Herzlichen Dank, Herr Pfarrer von Schöningh!

Wir haben heute auch über die Spenden-Einnahmen zu berichten, die wir seit September 2001 bei verschiedenen Gelegenheiten erzielt haben: An erster Stelle ist hier das Benefiz-Konzert zu nennen, das am 1. Dezember 2001 in der voll besetzten Berliner Nikolai-Kirche zum 2. Mal stattgefunden hat. Dieses Konzert hat 2.000,- DM für die Teetzer Kirche erbracht! - Grund genug, auch in diesem Jahr wieder ein solches Advent-Benefiz-Konzert an der Lütkemüller-Orgel in Berlin zu planen. Wir wünschen uns dafür noch mehr Teetzer Teilnehmer. Zum Erntedank-Gottesdienst sind in der Sonder-Kollekte für den Erhalt der Kirche 350,- DM und am Heilig-Abend 400,- DM aufgebracht worden. Dafür allen Teetzern und ihren Verwandten und Bekannten herzlichen Dank. Und ein besonderes Danke-Schön dem Teetzer Heimatchor, der durch seine gesangliche Mitwirkung an diesen Gottesdiensten zur Höhe dieser Kollekten beigetragen hat. Wir wünschen uns sehr, dass die Mitwirkung des Teetzer Heimatchores an den drei Feiertagen Ostern, Erntedank und Heiligabend zum festen, dauerhaften Brauch wird: mit beträchtlichem Nutzen für den Erhalt der Teetzer Kirche!

Unabhängig von den notwendigen großen Reparaturen an der Kirche werden jetzt und in Zukunft neben den regelmäßigen Säuberungs- und Pflege-Arbeiten auch immer wieder kleinere Reparaturen anfallen. die wir, wenn es in unseren Kräften steht, auch selbst in die Hand nehmen wollen. So verlangt der Eingangsbereich der Kirche dringend nach Ausbesserungen. Ein Handlauf ist bereits durch Kurt Klahn erneuert worden, der Anbau des zweiten wird dann erfolgen, wenn unsere Mitglieder Frank Bullendorf, Torsten Gerloff und Raimund Klahn die Treppenstufen vor dem Portal der Kirche neu gesetzt haben werden. Für die Bereitschaft zur Ausführung dieser Arbeit möchten wir ihnen bereits jetzt unseren herzlichen Dank sagen.

Wir wollen in Zukunft auch besondere, auf ein bestimmtes Ziel gerichtete Spenden-Aktionen in Angriff nehmen, weil wir glauben, dass mancher die Börse leichter aufmacht, wenn er weiß, wofür seine Spende konkret eingesetzt wird. Unser erstes Ziel in dieser Richtung ist die Erneuerung des Kirchenportals. Hierzu hat unser verstorbenes Mitglied, Pfarrer Martin Tettenborn, bereits den finanziellen Grundstein gelegt. Wir bitten alle unsere Mitglieder und Sympathisanten um Spenden für diesen besonderen Zweck. Wir wollen mit dieser Aktion auch das Andenken von Martin Tettenborn ehren.

Der Vorstand


 
   Zur Artikelübersicht