67.000 Euro zur Kirchturm-Sanierung
Kulturministerin überreicht Bescheid in Gandenitz

Dorfkirche von  Gandenitz

Gandenitz (EB/mk). Seit gestern ist der Gandenitzer Kirchhof um eine Linde reicher. Ein Baum von großer Symbolkraft, denn gepflanzt wurde er von Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Johanna Wanka. Sozusagen als Zugabe für den Zuwendungsbescheid zur Fortsetzung der Sanierungsarbeiten an der Peter-und-Paul-Kirche, den sie an die Evangelische Kirchengemeinde Gandenitz überreichte. Pfarrer Ralf-Günter Schein nahm ihn in Empfang.

Mit 67.000 Euro unterstützt das Land die Instandsetzung des Glockenturms der Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. "Kirchen prägen das Bild der märkischen Dörfer und Städte", betonte die Ministerin bei ihrem Besuch in Gandenitz. "Sie sind nicht nur bedeutende kulturhistorische Denkmäler, sondern oftmals auch die einzigen verbliebenen gesellschaftlichen Zentren. Ihr Erhalt ist darüber hinaus für die touristische Attraktivität gerade kleinerer Orte von großer Bedeutung." Die Mitglieder des tatkräftigen Fördervereins, der sich um die Sanierung bemüht und Sabine Stich, beauftragte Architektin, erklärten sowohl der Ministerin als auch dem CDU-Landtagsabgeordneten Alard von Arnim, inwieweit die Arbeiten schon vorangeschritten sind. Dabei gab es auch manchen Exkurs in die Geschichte.

Für die Substanzerhaltung von Kirchengebäuden sind übrigens im Staatsvertrag zwischen der evangelischen Kirche und dem Land Brandenburg von 1996 jährliche Landesleistungen in Höhe von 1,53 Millionen Euro festgelegt.

Nordkurier / Templiner Zeitung vom 21. März 2002


 
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