FÖRDERVEREIN "KIRCHE IN PINNOW" ORGANISIERT SECHS KULTURSONNTAGE

Gotteshaus als Ort der Kultur

BORGSDORF - Borgsdorf-Pinnow mausert sich langsam zum Kulturort. Der Förderverein "Kirche in Pinnow" plant in diesem Jahr im Pinnower Gotteshaus sechs "Pinnower Kultursonntage", auch wenn sich ein Kultursonnabend eingeschummelt hat. Konzerte wechseln sich ab mit Lesungen und Ausstellungen. Zum Auftakt am 25. April gibt es ein Konzert für Harfe, Flöte und Orchester, gestaltet vom Georg-Herwegh-Gymnasium Hermsdorf. Zugleich wird eine Ausstellung von zehn Linolschnitten von Karl-Heinz Grage zu Motiven des Alten Testaments eröffnet. Beendet wird die Kultursaison am 12. September mit einem "Musikalischen Herbst".

Der im September 2002 gegründete Förderverein hatte im vergangenen Jahr mit der eigentlichen Arbeit beginnen können. Wie Vorsitzender Frank Bergmann informiert, ist schon eine Menge passiert. Durch Spenden und einen Zuschuss der Stadt Hohen Neuendorf war es z.B. möglich, die bleiverglasten Fenster der Kirche zu erneuern. "Damit gewann die Kirche ein Stück ihres alten Glanzes zurück", freut sich Bergmann. Nach dem Frühjahrsputz in der Kirche und um sie herum im März fand im April das erste Konzert statt. Orchester und Elternchor der Hermsdorfer Georg-Herwegh-Oberschule spielten vor vollem Haus. Im Juni läutete der Kirchenchor Birkenwerder/Borgsdorf den Sommeranfang ein. Dieser Nachmittag klang mit einem gemütlichen Lagerfeuer aus. Achtmal wurde während der Sommermonate in Pinnow Gottesdienst gefeiert.

Während eines Vortrages über Baumeister Friedrich August Stüler in Borgsdorf und des Denkmaltages 2003 erfuhren Interessenten Wissenswertes über den Kirchenbau.

Der Förderverein, der derzeit 39 Mitglieder zählt, wurde voriges Jahr vom Förderkreis "Alte Kirchen Berlin-Brandenburg", von der Robert-Bosch-Stiftung und dem Kulturministerium mit 2500 Euro Startkapital ausgestattet. Geld kann der Verein immer gebrauchen, weil es in der Kirche noch viel zu tun gibt. Nächstes Jahr sollen die Apostelfiguren an der Kanzel restauriert werden. Die fünf Figuren stellen die Jünger Johannes, Andreas, Paulus, Jakobus und Petrus dar.

Der Förderverein Pinnow kommt am Freitag, 19. März, ab 19.30 Uhr im Landgasthof Borgsdorf zur Mitgliederversammlung zusammen. Thomas von Gizycki spricht über die Entwicklung des Ortsteils Borgsdorf. Gäste sind willkommen. hg

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