Engagierte Kerkower lassen ihre Kirche im Dorf

 Dorfkirche Kerkow

Kerkow (kk/MOZ) Es gibt scheinbar nur wenige Leute in Kerkow, die nicht in mindestens einem Verein oder einer Interessengruppe Mitglied sind. Im Freundeskreis Kerkower Dorfkirche, der sich Ende der 90er Jahre zusammenfand, sieht man viele Gesichter aus dem Sportverein oder dem Sportteam wieder. Viele gemeinsam verbrachte Stunden spornen zur Aktivität an. Das kommt letztendlich allen Kerkowern zugute.

Der Freundeskreis Kerkower Dorfkirche engagiert sich in Zusammenarbeit mit dem Gemeindekirchenrat und der Kirchengemeinde nicht nur für die Sanierung des Gotteshauses. "Für uns ist wichtig, das Gemeindeleben aufrecht zu erhalten und dabei die Kirche im Dorf zu lassen", sagt Sigrid Korepkat. "Wir wollen das Gebäude und den Zusammenhalt fördern."

In den letzten Jahren ist im Innern der Kirche schon einiges passiert. "Der Fußboden ist geebnet und neue Fenster sind installiert", berichtet Wolfgang Knie. Auch die Elektroanlage ist überholt worden. "Wir hatten uns vorgenommen, mit dem Einbau von Heizungen zu beginnen. Vier Bankreihen sind inzwischen damit versehen. Das ist schon ein toller Erfolg", meint Sigrid Korepkat. Damit kommen die Kerkower ihrem Ziel ein Stück näher, die Kirche ganzjährig zu nutzen.

Finanziert wurden die Maßnahmen teilweise aus Geldern des Ortsteiles und aus Spenden, die bei Veranstaltungen eingenommen werden. Hier sind die Freunde der Dorfkirche sehr findig. Sie führen Bücherbasare durch, machen Fotos von Veranstaltungen und verkaufen diese ebenso wie selbst gebackenen Kuchen.

Und da viele Einheimische bei den Aktivitäten mitmachen und die anderen durch Mundpropaganda neugierig werden, mangelt es nie an Zulauf. Das letzte Krippenspiel fand sogar in der Angermünder Marienkirche anlässlich der Feierlichkeiten zum 750-jährigen Jubiläum statt und so viel Anklang, dass es auch in diesem Jahr hier durchgeführt werden soll. "Dann aber als separate Veranstaltung und nicht in Verbindung mit einem Konzert", sagt Wolfgang Knie. Beim jährlichen Krippenspiel sind vom Kind bis zum Rentner alle Generationen vertreten. Die Besetzung wechselt. "Wer noch Arbeit hat, ist nicht immer abkömmlich und viele junge Leute gehen weg", erklärt Sigrid Korepkat. Meist berät der Freundeskreis im Oktober erstmals, was man machen will. Dann werden die Mitwirkenden ausgesucht. An mindestens vier Wochenenden wird geprobt.

Für die Kultur in Kerkow wird aber noch mehr getan. Im vergangenen Jahr zum Dorffest spielte der Freundeskreis für die Kinder "Schneewittchen". Jährlich finden zwei Konzerte statt. Das waren im Vorjahr irische Folklore und das Adventskonzert mit dem Mürower Chor. "Dieses Jahr kommen am 12. Mai die Donkosaken und im Advent der Günterberger Chor", verrät Sigrid Korepkat. Gäste sollten dazu Zeit mitbringen, denn es ist Tradition, dass nach der Veranstaltung ein Kirchenbüfett zum gemütlichen Beisammensein einlädt.

2005 sollen die Heizungen unter den Kirchenbänken vervollständigt werden. Das kostet pro Bankreihe immerhin 500 Euro. Auch neue Lampen sind geplant. "Wir wollen Schritt für Schritt Verbesserungen erreichen und dennoch das Flair unserer Kirche erhalten", sagt Sigrid Korepkat. Zu den größten Wünschen der Kerkower gehört, dass die Orgel wieder bespielbar wird. Matthias Korepkat wagt sich ab und zu heran, aber normalerwiese muss das Keyboard herhalten.

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