STIFTUNGEN GEBEN 50 000 EURO FÜR KIRCHENSANIERUNG / FÖRDERVEREIN JUBELT

Mit Oetker kriegen Gortzer es gebacken

Dorfkirche Gortz

GORTZ Die geplante Sanierung der Gortzer Dorfkirche steht offenbar vor einem Durchbruch. So hat die Rudolf-August-Oetker-Stiftung in Bielefeld dem ortsansässigen Förderverein 25 000 Euro zur Verfügung gestellt. Zur Ko-Finanzierung des ersten Bauabschnittes ist nach dem Vorbild der Oetker-Stiftung die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit weiteren 25 000 Euro in Gortz dabei. Beide Stiftungen kooperieren eng miteinander.

Die vor wenigen Tagen eingegangenen Zuwendungsbescheide haben bei den Mitgliedern des erst vor zwei Jahren gegründeten Fördervereins Jubel ausgelöst. "Wir können unser Glück kaum fassen", freut sich Vereinsvorsitzende Claudia Rose. Das bisherige Engagement für das rund 500 Jahre alte Gotteshaus hat sich ohne Zweifel gelohnt. Mit dem Geld soll vor allem die marode Haube des Kirchturms komplett erneuert werden. Sie war im vergangenen Jahr provisorisch abgedichtet worden. Mit zahlreichen Veranstaltungen und einer nicht nachlassenden Öffentlichkeitsarbeit macht der Verein auf seine Bemühungen zum Erhalt der Gortzer Kirche aufmerksam. Hinzu kamen zahlreiche Arbeitseinsätze auf dem Kirchengelände, um den Verfall aufzuhalten. An erster Stelle einer Rekonstruktion steht der vermutlich im 17. Jahrhundert vor den Westgiebel vorgebaute Kirchturm mit seinem geschweiften Zeltdach. Die Pappschindeln können den Regen nicht mehr abhalten.

Zusammen mit einer Spende der Mittelbrandenburgischen Sparkasse über 5000 Euro und Eigengeldern des Vereins und der Kirchengemeinde stehen nun 70 000 Euro zur Verfügung. Deshalb gibt es jetzt die Hoffnung, den gesamten Kirchturm in einer Maßnahme zu sanieren. Die Gedanken des Fördervereins gehen sogar noch weiter. Über das Förderprogramm "Dach und Fach" sind weitere Zuschüsse beantragt worden. Dank der nun reichlichen Eigenmittel stehen die Chancen nicht schlecht, auch die Hülle des Kirchenschiffs einer Verjüngungskur zu unterziehen.

Grundlage für das Engagement des Fördervereins ist ein Nutzungsvertrag mit der evangelischen Kirche und ein Sanirungskonzept, das vom Architekturbüro Fleege & Oeser erarbeitet wurde. bü

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