Buchholz-Orgel sendet ihre hellen Klänge aus

Über 200 Besucher am Sonntag bei der Wiedereinweihung des Instruments in der Stüdenitzer Kirche

STÜDENITZ Die Stüdenitzer Buchholz-Orgel von 1856 ist nach umfangreichen Reinigungs- und Reparaturarbeiten am Sonntagnachmittag wieder eingeweiht worden. Etwa 200 Menschen waren gekommen, um in einer Feststunde die ersten Klänge zu hören. Die evangelische Kirchengemeinde hatte die von ihr beauftragten und von Orgelbaumeister Jörg Stegmüller durchgeführten Arbeiten interessiert und auch mit ein wenig Bangen begleitet. Ob die Zeit denn ausreichen würde, lautete die Frage. In der Feststunde stellte der Meister das von ihm erneuerte Werk vor. Wie eine Familie, in der jedes Mitglied einen anderen Ton einbringt, wurden die unterschiedlichen Register der Orgel den Zuhörern einfühlsam nahe gebracht.

Drei Symbole begleiteten die Wünsche zur Wiedereinweihung des 150 Jahre alten Instrumentes. Kantorin Laura Ulrich begleitete den Gemeindegesang. Im konzertanten Teil der Feststunde spielte sie Orgelwerke von Buxtehude, Mendelssohn-Bartholdy und Reger, die in ihrer Unterschiedlichkeit nochmals die Klangfülle des erneuerten Instrumentes hörbar machten. Ein ausführliches Dankeschön von der Kirchengemeinde wurde den an der Wiederherstellung der Orgel beteiligten Handwerkern und den vielen Helfern aus der Gemeinde entgegengebracht.

Während der sich anschließenden Kaffeetafel in der Gaststätte Jahnke gratulierte auch Joachim Strenge der Kirchengemeinde. Dem Vorsitzenden des Fördervereins Kirche Stüdenitz war es wichtiges Anliegen, die Zusammenarbeit zu bekräftigen. Immerhin hatte der Förderverein 2005 die alte, geschweißte Bronzeglocke wieder in den Kirchturm einbringen können. Nun hat die Kirchengemeinde einen neuen Klang dazu gesetzt. Einige Konzerte im laufenden Festjahr zum 150-jährigen Bestehen der Stüdenitzer Kirche werden gute Gelegenheit bieten, die hellen Orgelklänge zu hören. hu

Märkische Allgemeine vom 16. Mai 2006

   Zur Artikelübersicht