JABELER KIRCHE WAR FEST IN BERLINER HAND

ANGEHENDE MAURER UND BETONBAUER AUS DER HAUPTSTADT BRACHTEN DAS BAUWERK IN SCHUSS / FORTSETZUNG IM AUGUST MÖGLICH.

BJÖRN WAGENER

Dorfkirche Jabel

JABEL Die Dorfkirche in Jabel war in der vergangenen Woche fest in Berliner Hand: Insgesamt acht angehende Maurer und Betonbauer im Alter von 17 bis 24 Jahren brachten die Kirche in Schuss, verputzten oder strichen Wände - immer unter Anleitung von Bauleiter Carsten Kraus vom Oberstufenzentrum Bautechnik in Berlin-Weißensee. Unterstützt wurde er von Horst Mark, einem pensionierten Berufsschullehrer, der die Koordination und Organisation auf der Baustelle übernahm.

Für ihn ist der Einsatz an der Jabeler Dorfkirche mittlerweile nicht mehr neu. Denn bereits in den Jahren 2003 und 2004 leitete er dort Jugendliche im Rahmen des Projektes "Arbeit und Begegnung" an. Damals wurde im Inneren der Kirche gearbeitet. Möglich machten das alles die beiden Träger DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin und "Forum Arbeit" in Berlin. Und das ist auch heute noch so.

"Eigentlich sollen sich damit Berliner und Brandenburger Auszubildende näher kennen lernen und sich stärker mit den Kulturstätten im eigenen Land oder mit denen des 'Nachbarn' identifizieren. Aber diesmal war die Zeit der Vorabstimmung zu kurz, um noch Brandenburger Jugendliche mit dazu zu holen", sagt Mark. Dennoch: Der Kirche hat der Einsatz gut getan. Die jungen Arbeiter sind sichtbar vorangekommen. Drei Seiten sind fertig. Die vierte Seite und der Turm stehen noch aus. Darüber hinaus hat auch die zweite Kirche im Ort - die Selbständige evangelisch-lutherische - etwas von dem Einsatz gehabt. "Wir haben dort ebenfalls gearbeitet, die Kanzel bemalt und die Tür gestrichen." Und Mark sieht gute Chancen, dass der Einsatz in Jabel im August womöglich fortgesetzt werden kann. Spenden für das Projekt seien aber trotzdem immer willkommen.

Zwar gibt es an der Dorfkirche nach wie vor noch einiges zu tun, aber trotzdem hat sich der Einsatz in Jabel längst gelohnt - und das offenbar nicht nur für die Kirche und die Jugendlichen. Denn Horst Mark hat inzwischen Gefallen am Brandenburger Land gefunden: "Ich könnte mir vielleicht sogar vorstellen, hier zu wohnen."

   Zur Artikelübersicht