KIRCHWEIHFEST IN BUCHOW-KARPZOW / GÄSTE AM SONNTAG GERN GESEHEN

Nicht nur auf die Orgel stolz

ANKE FIEBRANZ

BUCHOW-KARPZOW - Das Gotteshaus von Buchow-Karpzow wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Später baute man die Kirche wieder auf - das ist jetzt 325 Jahre her. Anlass für die evangelische Kirchengemeinde und den Kirchbau- und Förderverein Buchow-Karpzow am Sonntag zum Kirchweihfest zu laden.

"Jeder, der Interesse hat ist willkommen", sagt Harald Schöne, Vorsitzender des Vereins und Ortsbürgermeister. Bevor er Details zum Programm am Sonntag verrät, ist es ihm wichtig, über die Arbeit des Kirchbau- und Fördervereins zu reden, der 2000 gegründet worden war.

Schöne hat den Vorsitz seit März dieses Jahres inne und die Fakten im Kopf. "Wir wollen uns sozial und kulturell engagieren, diese Aufgabe haben wir uns selbst gestellt." Sieben Konzerte wurden in den vergangenen drei Jahren organisiert, dazu kamen Gottesdienste mit musikalischer Untermalung. "Auf dem Kirchentag in Berlin haben wir einen Stand in der Französischen Straße betrieben und die Menschen verköstigt", beschreibt Schönes Frau, Maria-Regina, die letzte Aktion. Frau Schöne ist als Schatzmeisterin ebenfalls im Vereins-Vorstand. In Kürze soll in Zusammenarbeit mit dem Kirchbauverein Wustermark eine Broschüre herausgegeben werden, die den Namen "Kirchenansichten in der Gemeinde Wustermark" trägt. Dahinter verbirgt sich eine Forschungsarbeit der lange Zeit in der Region tätigen Historikerin Christel Debusmann.

Der Kirchbau-Verein hieße nicht so, würde ihm nicht auch der Erhalt des Buchow-Karpzower Gotteshauses am Herzen liegen. So werden Spenden und Erlöse von Veranstaltungen wie am Sonntag immer für künftige Reparaturarbeiten zur Seite gelegt. "Der Glockenturm müsste dringend saniert werden, aus Sicherheitsgründen wird schon gar nicht mehr geläutet", so Regina-Maria Schöne. Weiterhin bedürfe das gesamte Gebäude einer Trockenlegung, eine aufwändige Sache, die viel Geld verschlingen würde, so Harald Schöne.

Bisher steht nur der Altar unter Denkmalschutz. "Die Frage ist, ob man das auf die ganze Kirche erweitert", so der Vereins-Vorsitzende. Dann könnte man neue Förderquellen anzapfen, hofft er. Er wolle aber nicht vorgreifen, denn natürlich müsse der Gemeindekirchenrat über Sanierungen entscheiden, so Schöne.

Auch wenn viel zu tun bleibt, auf die gut erhaltene Orgel aus dem Jahre 1723 sind die Buchow-Karpzower stolz. Regina-Maria Schöne: "Da gibt es immer noch die Idee, mal ein Orgelkonzert mit Studenten durchzuführen." Zukunftsmusik. Am kommenden Sonntag gilt folgendes Programm:

11 Uhr Festgottesdienst mit musikalischer Untermalung durch den Posaunenchor Falkensee;
12 bis 16 Uhr Basar mit Kaffee und Kuchen, Grillstand und Getränkeverkauf. Spannendes Spielprogramm für Kinder und Erwachsene;
13 bis 15 Uhr Kirchenführungen mit Hans-Gerhard Möller, Historiker; Besuch der ständigen Ausstellung zur Dorf-, Kirchen- und Gutsgeschichte im Gemeindesaal;
16 Uhr Konzert in der Kirche, Gesang und Orgel, Chorherren St. Marien (Brieselang);
17 Uhr gemütliches Beisammensein unter der Linde.

Die Kirche befindet sich in der Priorter Straße/Ecke Parkstraße.

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