Künstlerhilfe zur Rettung der Carziger Kirche

  Kirche Carzig - Ausstellung

Carzig (ir/MOZ) Vor Jahren habe es noch geheißen, dass Carzig das Letzte und als Dorf wohl bald tot sein werde, erinnerte sich Christian Gehlsen gestern Nachmittag in der kleinen Runde in der Ruine der Carziger Dorfkirche. Doch heute sei der kleine Ort ein "Hort der Freude und der Hoffnung", sagte der im benachbarten Sachsendorf lebende ehemalige Frankfurter Sozialdezernent geradezu begeistert. Der Grund für seine Begeisterung ist das Engagement der Mitstreiter im jungen Förderverein Initiative Dorfkirche Carzig. Der Verein hatte gestern, im Anschluss an den Jahres-Gottesdienst in der Carziger Notkirche, zur Eröffnung einer kleinen Ausstellung eingeladen.

Diese stand unter dem Titel "Künstler der Region - Kirchen der Region" und sollte ein Beitrag auf dem Weg zum großen Ziel des Carziger Vereins sein: dem Wiederaufbau der Dorfkirche und deren Nutzung als Dorfgemeinschaftszentrum, wie Vereinsvorsitzende Renate Labes eingangs erklärte. Künstler können ein gutes Medium zum Transport von Ideen und Wünschen sein. Und das kleine Carzig brauche viel Unterstützung für sein ehrgeiziges Vorhaben, warb die Vereinsvorsitzende.

Sie dankte den Künstlern - Helga Töpfer aus Lebus, Manfred Zickert aus Manschnow, Erhard Weber aus Frankfurt (Oder), Karl-Heinz Scharf aus Eisenhüttenstadt und ihrem Mann Karl-Heinz Labes - für die gelungene Exposition. Auf zehn Tafeln waren im Schiff der Kirchenruine Kirchen aus der Region in verschiedensten Techniken, von der Radierung über das Aquarell und Ölbild bis zum Linolschnitt und Modell zu sehen. Der Dank der Vereinsvorsitzenden ging zudem an alle, die mit einem Arbeitseinsatz die Kirchenruine beräumt und gesichert und die Ausstellungseröffnung mit Kaffee und Kuchen mit vorbereitet haben.

Pfarrer Martin Müller will sichern, dass die Ausstellung am 8. August ab 8.30 Uhr bzw. nach Vereinbarung in der Niederjesarer Kirche noch zu sehen ist.

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