Neue Lichtblicke für Gadower Kirche

Restaurierte Fenster werden eingesetzt

MADLEN WIRTZ

GADOW Die Mitglieder des Vereins zur Rettung der Gadower Dorfkirche sorgen für weitere Lichtblicke. Zwei restaurierte Fenster sollen in den Turm des Gotteshauses eingesetzt werden. Besucher des Konzertes am Sonntag sollen die Neuerung schon bestaunen können.

Seit einigen Tagen liegen die gusseisernen Kirchenfenster schon zum Einbau bereit. Der Bearbeitungsweg bis zur Fertigstellung war lang. Das Eisen war völlig verrostet, und es gab nur noch wenige Scheiben, die gerettet werden konnten. Bevor das Eisen verzinkt wurde, musste zur Aufarbeitung erst einmal der alte Kitt entfernt werden. Das Material bekam eine Bleifarbe. Und der Glaser brachte wieder eine dicke Kittschicht auf. Auch diese bekam den bleifarbenen Anstrich. Jetzt sehen die Fen-ster aus, als hätten sie eine echte Bleiverglasung.

Bislang fehlte es allerdings noch am richtigen Putz, damit die Fenster ihren endgültigen Platz einnehmen können. "Es darf ja nicht jeder x-beliebige Putz an dem historischen Bauwerk verarbeitet werden. Roter Ziegelputz soll verwendet werden", sagt die zweite Vorsitzende des Vereins Renate Schüler. Und dieser Putz wird heute geliefert. Aber dann soll der Einbau unter der Leitung von Vereinsmitglied Ronald Schmidt ganz schnell gehen. Dafür liegen auch schon die von Hand gefertigten Schmiedehaken bereit, um die Fenster fachgerecht einzubauen. Denn Nägel kommen für den Einbau nicht in Frage. "Das Ganze soll schließlich etwa 100 Jahre halten und auch so aussehen, als sei es schon immer so gewesen", so Renate Schüler.

Die beabsichtigte Sanierung des Kirchendaches befindet sich zurzeit im Stillstand. Der gestellte Förderantrag war bereits im Januar dieses Jahres abgelehnt worden. "Weil keine Arbeitsplätze geschaffen würden, heißt es", sagt Renate Schüler. Dennoch ändere es nichts an der Tatsache, dass die Balken und Teile der schönen Holzdecke unter Schwammbefall leiden. "Bevor das nicht behoben ist, können die Dacharbeiten nicht beginnen", so die Vizevorsitzende. Aber auch so eine Schwammbekämpfung kostet Geld. Das vom Verein eingerichtete Spendenkonto weise zwar schon eine beachtliche Summe auf, und auch die Einnahmen aus der Konzertveranstaltung kommen der Kirchensanierung zugute. Aber dennoch werden weitere Gelder für den Erhalt der Gadower Kirche benötigt.

Spenden nimmt der Verein unter der Kontonummer: 162000 91 41, Bankleitzahl: 160 50 202 bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, Verwendungszweck: "Dorfkirche Gadow" entgegen.

Weitere Informationen über die Kirche, die geplanten Vorhaben und über das Dorf können Interessenten auf der Internetseite: www.splitterbach.de nachlesen.

Märkische Allgemeine vom 14. Juli 2006

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