SPENDENSAMMLUNG FÜR KIRCHTURMUHR ANGELAUFEN / NEUE ZIFFERBLÄTTER MÜSSEN HER

Bald gibt es wieder Weseramer Zeit

WESERAM - An die fünfzig Jahre ist es wohl her, seit sie den Weseramern die Stunde schlug - die Kirchturmuhr. Dabei schmückten einst zwei Zifferblätter in Richtung Roskow und zur Hauptstraße hin den Turm des Gotteshauses. Im Innern sorgte ein solides Uhrwerk für den Gang der Zeiger.

"Genauso soll es wieder werden", kündigt Ortsbürgermeister Peter Malpricht an. Um ihn herum hat sich eine Gruppe Weseramer das Ziel gesetzt, die seit langem defekte Kirchenuhr wieder gangbar zu machen. Die Kosten für eine Restaurierung des Zeitmessers werden auf rund 4000 Euro geschätzt. Eine erste Spendenaktion brachte auf Anhieb 2500 Euro ein. "Ein großer Erfolg, der zeigt, wie verbunden die Weseramer mit ihrem Heimatort sind", findet Ortsbürgermeister Malpricht. Allein die ortsansässige Havelland-Agrar e. G. gab 500 Euro dazu.

Inzwischen wurde die Anfertigung neuer Zifferblätter in Auftrag gegeben. Doch es fehlt noch Geld. Wer spenden möchte, kann sich an Peter Malpricht wenden. Die von den Weseramern forcierte Restaurierung der Kirchturmuhr kommt nicht von ungefähr. Mit Geldern der Kirchengemeinde, der Kommune sowie mit Fördermitteln werden derzeit der Turm und das Kirchendach des Gotteshauses instand gesetzt. Außerdem soll in diesem Jahr die Sanierung der Außenhülle mit Putz und Farbanstrich erfolgen.

Ende Juni soll die aufwendige Turmrestaurierung beendet sein. Ortsbürgermeister Malpricht hofft, dass bis dahin auch das überholte Uhrwerk wieder seine Arbeit aufnehmen kann: "Wir sollten die Zeit nutzen, so lange die Gerüste noch stehen." Die Weseramer Dorfkirche profitiert bekanntlich vom Bundesprogramm "Dach und Fach". Der Bund und das Land Brandenburg geben 66 000 Euro für die Sanierung. Die Gemeinde Roskow gibt 20 000 Euro dazu. Weitere 50 000 Euro gab der Kreistag Potsdam-Mittelmark aus Mitteln des Gemeindefinanzierungsgesetzes frei, um den Kirchturm auf Vordermann zu bringen. bü

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