St.Marien liegt Boitzenburgern am Herzen

Seit Gründung des Fördervereins für die Kirche auf dem Berge wurden über 73 700 Euro Spenden gesammelt

Boitzenburg (jk). Dass vom Förderverein St. Marien auf dem Berge zum Jahreswechsel ein brandneues Faltblatt herausgegeben wurde, hat nicht nur diesen kalendarischen Anlass. Man habe, sagt Vorsitzende Silvia Grimmecke, den Neujahrsgruß verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an die Mitglieder und an die vielen Spender. Immerhin sei es auch 2004 gelungen, das nötige Eigenkapital 15 000 Euro für den 1. Bauabschnitt der wohl drei Etappen umfassenden Dachsanierung aufzubringen.

Sie sei, gesteht die Fördervereinschefin ein, "immer wieder erstaunt und gerührt, wie sehr die Kirche den Boitzenburgern am Herzen liegt". Alle seien dabei, wenn es um die Sanierung von St. Marien auf dem Berge geht. Und sie hoffe, dass man auch weiter, trotz der angespannten finanziellen Lage, mit einer so großen Spendenbereitschaft rechnen könne "damit wir das Dach noch hinkriegen".

Der 1. Bauabschnitt, mit einem Kostenumfang von insgesamt 148 000 Euro sei 2004 bewältigt worden, 2005 nun solle der Abschnitt im Chorbereich saniert werden. "Wir haben dafür 135 000 Euro Fördermittel beantragt", sagt Silvia Grimmecke, "wie es aussieht, müssen die ganzen Dachbalken runtergenommen werden". Außerdem müsse auch noch das Gesims neu aufgemauert werden. Der Verein werde für die 2. Dach-Etappe weitere 6000 Euro Eigenmittel aufbringen.

Seit Gründung des Fördervereins am 27. Januar 1999 sind bis zum gestrigen Tag, rechnet Silvia Grimmecke erfreut vor, 73 715,32 Euro gesammelt worden, ohne die Gelder der Fördermittelgeber Kulturministerium des Landes, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Dr. Oetker-Stiftung, Volksbank Uckermark, Landeskirche, Landkreis, politische und Kirchengemeinde. Und zu diesen unverzichtbaren Fördermittelgebern kämen letztlich ja auch die ABM- und anderen Arbeitskräfte, die ihnen die Agentur für Arbeit zur Verfügung stellte, deren sehr gute Betreuung und die prima Unterstützung durch die Kommunale Entwicklungsgesellschaft Uckermark mbH und anderes mehr.

Kulturelle Bereicherung

Spendeneinnahmen flossen auch aus den ideen- und erfolgreichen Anstrengungen für eine offene Kirche, bei der in diesem Jahr 4160 Besucher gezählt wurden und in der man eindrucksvoll dokumentierte, dass dieses altehrwürdige Gotteshaus zugleich ein kostbares Kulturdenkmal und zunehmend auch ein attraktiver touristischer Anziehungspunkt ist. St. Marien, auch das zählt für Silvia Grimmecke zu den wichtigen Ergebnissen in sechs Jahren Förderverein, ergänzt auf unverwechselbare und nachhaltige Weise das touristische Angebot im Ort und im Boitzenburger Land. Das spiegeln auch die Eintragungen im Besucherbuch der Kirche wider.

Spendenbeträge wurden auch "eingespielt" bei Ausstellungen, Konzerten, Benefiz-Theateraufführungen der Boitzenburger "Mühlengeister", bei Hubertusmesse, Lesungen von Prof. Klaus Goebel, dem Boitzenburger Ehrenbürger und rührigen Gründungsmitglied des Fördervereins, die er "hier im Ort und in und um Wuppertal" für St. Marien hielt. Es sind außerdem Einnahmen von den Tagen des offenen Denkmals, an denen man sich seit Jahren beteiligt, vom St. Marien-Ansichtskartenverkauf und auch großmütige Dankeschön-Spenden an den Verein für die liebevolle Betreuung unvergesslicher kirchlicher Trauungen im Boitzenburger Gotteshaus.

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