Sanierung der Kirche angestrebt

 Biesdorf

Biesdorf (MOZ) Nur wenig mehr als 100 Frauen, Männer und Kinder leben in Biesdorf, das zu den kleinsten und zu den jüngsten Ortsteilen von Wriezen zählt. Nicht einmal anderthalb Jahre sind seit dem Wechsel zur Oderbruchstadt vergangen.

"Obwohl sich für uns, was die Finanzen betrifft, wenig bis gar nichts verändert hat, ist doch so eine Art kleiner Aufschwung zu spüren", sagt Monika Blum, die als Ortsbürgermeisterin agiert.

Denn während Biesdorf in der Gemeinde Wriezener Höhe mit Lüdersdorf gemeinsam einen Ortsteil gebildet habe, sei jetzt die Eigenständigkeit größer. "Und das hat dazu geführt, dass sich die Einwohner noch stärker für ihre Heimat einsetzen, als sie es ohnehin schon immer getan haben", sagt Monika Blum, die besonders den Förderverein für Kirche und Dorf hervorhebt, der für das gesellschaftliche Leben in Biesdorf unverzichtbar sei.

Im vorigen Jahr habe es zum Beispiel etliche Feste gegeben, die zumeist von Ursula und Christian Meister organisiert worden seien. Sie steht dem Förderverein vor, der sich um den Erhalt des Gotteshauses bemüht. Und er mischt bei der jagdlichen Pächtergemeinschaft mit. "Was das Ehepaar für unser Dorf so alles anschiebt, ist nicht mit Gold aufzuwiegen", bedankt sich die Ortsbürgermeisterin.

Eine kleine, aber wichtige Hürde habe der Verein nehmen können, stellt Monika Blum in ihrer Jahresbilanz heraus. Es sei gelungen, den Holzwurm im Gebälk der Kirche wirksam zu bekämpfen. Für die Sanierung des Gotteshauses werden alles in allem etwa 260 000 Euro benötigt. Ob die Arbeiten bald fortgesetzt werden können, hängt davon ab, wann und in welcher Höhe die beantragten Zuschüsse fließen.

Für 2005 habe Biesdorf an Wriezen keine großen Wünsche. "Wir sind Realisten und wissen, dass der Stadt das Geld überall fehlt", sagt Monika Blum.

Im Ortsteil wird indes weiter für die Kirche gesammelt. Doch nicht nur das. Am Sonnabend, 22. Januar, gibt es ab 15 Uhr eine Kaffeetafel, deren Erlös für weit Bedürftigere gespendet wird: für die Überlebenden des Seebebens in Südasien.

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