Viele Mosaiksteinchen fügen sich zu einem Ganzen

Jahresversammlung des Fördervereins Kirche Kehrberg am Freitag / Flyer soll in Pritzwalk und Umgebung ausgelegt werden

 Kirche Kehrberg

KEHRBERG Im Eingang zur dreiteiligen Christus-Kirche in Kehrberg (Gemeinde Groß Pankow) steht die alte Kirchturmbekrönung, verbunden mit dem Mini-Modell der neuen, die seit dem Vorjahr den Kirchturm des Gotteshauses schmückt.

Fördervereinsmitglied Reinhard Wilhelm hat die neue Modellausgabe mit handwerklichen Geschick gefertigt, mit einer Spendenkasse sowie der alten Bekrönung verbunden. Ein Kerzenständer und der mit Mauerziegeln neu verlegte Kircheneingang sind ihm ebenfalls zu verdanken. Aus solchen Mosaiksteinchen und dem zähen Streben des Fördervereins Kirche Kehrberg e. V., fügt sich das Bild nach der Sanierung des geschichtsträchtigen Gebäudes im Baustil einer Wehrkirche mehr und mehr zu einem Ganzen.

Am vergangenen Freitag fand die Jahresmitgliederversammlung 2005 des Vereins statt. Seit dem Vorjahr ist er amtlich eingetragen. Das Finanzamt hat die Gemeinnützigkeit bescheinigt, nachdem eine Satzungsergänzung, durch die Mitglieder am 17. Februar beschlossen, hinzu gefügt worden war.

Volker Schulz, Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit, hielt den Rechenschaftsbericht des Vorstandes. Als großen Erfolg wertete er, dass im vorigen Jahr die neue Turmbekrönung - Haube, Lanze, Kugel und Kreuz - montiert und das Kirchturmdach repariert worden waren. Bergsteiger, gleichzeitig Dachdecker, aus Berlin waren die Ausführenden der spektakulären Aktion am langen Seil.

Am 24. August waren acht Venezolaner und weitere Katholiken aus Pritzwalk und Umgebung im Zusammenhang mit dem katholischen Weltjugendtag Gäste des Fördervereins. Sie setzten mit Vereins- und Kirchengemeindemitgliedern 50 Meter Feldsteinkirchhofmauer. Das Vorhaben soll fortgesetzt werden.

Das Kehrberger Gotteshaus - errichtet um 1260 - ist eine offene Kirche. Neben Gottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen hatten und haben Touristen Gelegenheit zur Besichtigung. Sie bewundern immer wieder den herrlichen Altar, den Patriarchstuhl aus dem 16. Jahrhundert, die Leihgaben der Apostel Paulus und Petrus und die ständige Ausstellung der Glocken-Chronik. In guter Erinnerung an Vereinsaktivitäten 2005 blieben das Oster- und Weihnachtsbasteln, das Kinderfest mit dem CJD und dem Ortsbeirat, das große Treffen der Mitglieder der Familie Ladwig, eine Foto- und Bilderausstellung oder auch das weihnachtliche Krippenspiel, gemeinsam mit der Kirchengemeinde Vettin.

Zehn weitere Veranstaltungen von Förderverein, Kirchengemeinde und CJD-Außenwohngruppe sind für dieses Jahr geplant. Wie im Vorjahr hofft man wieder auf Spenden, einschließlich denen der Gäste von außerhalb. 150 000 Euro sind das erstrebte Ziel zur Dacherneuerung und Dachstuhlreparatur, zum Verfugen des Feldsteinmauerwerks und der Innenrenovierung der Kirche. Mit entsprechenden Förderanträgen ist man mit der Sparkasse, dem Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, dem Kirchenkreis Havelberg-Pritzwalk und Denkmalbehörden in Kontakt.

Der Förderverein will die Kirche noch bekannter machen. Volker Schulz hat einen Flyer mit Fotografien und Informationen entworfen. Ergänzt durch weitere Daten, soll das Faltblatt vervielfältigt werden und beispielsweise in Pritzwalk, Meyenburg und Wolfshagen zur Auslage kommen. Der Fördervereinsvorstand bedankte sich bei den 15 Vereinsmitgliedern für die sehr gute Arbeit.

Vereinsvorsitzender Pfarrer i. R., Gerhard Altendorf, sagte im Schlusswort: "Wie viel Aufmerksamkeit, Geduld und Mühe macht es doch, so einen alten Bau zu sanieren und zu reparieren. Jedem ein großes Dankeschön, der sich dabei nützlich machte und weiter engagiert." hn

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