GLASER SCHON AKTIV, PUTZER STEHEN BEREIT

Wieder Gerüste am Neuendorfer Anger

 Babelsberger Angerkirche

BABELSBERG Nach der Winterpause gehen die Arbeiten an der Babelsberger Angerkirche weiter. Zwei heimische Glaserfirmen arbeiten zu gleichen Teilen an den acht großen Spitzbogenfenstern: die Glaserhandwerk GmbH Potsdam und die Glaserei Engelmann aus Saarmund. Sie sponsern auch je ein Großfenster.

Nach den Feierlichkeiten der Adventszeit 2003 ist die Achteck-Kirche innen inzwischen wieder eingerüstet. Laut Baukoordinator Roland Schulze beginnt im April die Verputzung der Innenmauern, sobald die Wände getrocknet sind und die Außentemperaturen keine allzu großen klimatischen Gegensätze mehr bringen. Die Wandheizung ist von der Sanitärfirma Rudski bereits in die Mauern gelegt und wird demnächst von einer Propangastherme gespeist, bereitgestellt durch die Firma Wieck+Gnad.

Für die hölzerne Publikumsempore wird im März der Bauantrag eingereicht. In der Tischlerei von Michael Schulz am Neuendorfer Anger entsteht die Tür des zweiten Haupteingangs, bei Tischler Matthias John in Alt Nowawes eine so genannte "Tapetentür" hinter der Kanzel: Sie führt die gotische Stuckornamentik in Holz so täuschend echt weiter, dass die Geheimtür fast unsichtbar bleibt.

Im Mai wird der steinerne Fußboden unter weitestgehender Verwendung von Altmaterial repariert. Zeitgleich fertigt Klempnermeister Matthias Sandkamp in den Bauwerkstätten Potsdam aus Zink das etwa 1500 Euro teure Kreuz über dem Sakristei-Eingang an; er hat schon das große Kreuz auf dem Dach gemacht. Das kleinere bezahlt der jetzt 100-jährigen Bauverein Babelsberg. Im Juni baut man die Meister-Kanzel der Tischlerei Hüller und Lüdecke ein.

Zur Machbarkeit der Erdwärmeheizung hat der aus Babelsberg stammende Berliner Fachhochschulstudent Daniel Görisch (28) eine Diplomarbeit geschrieben. Daraus geht hervor, dass die sechs je 50 Meter tiefen Bohrungen effektiver sind als jede Elektro- , Gas- oder Ölheizung. Zwar ist die Erde in dieser Tiefe zwar nur etwa elf Grad warm, doch kann man dem eingeleiteten Wasser-Frostschutzmittel-Gemisch im umgekehrten Kühlschrankprinzip per Wärmeaustauscher genug Energie zur Wandheizung entziehen. Wissenschaftlich begleitet wird das vom Bauklima Ingenierbüro Wulf Eckermann. R.P.

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