POSTKARTENAKTION SOLL TEETZER KIRCHE ZU SPENDEN VERHELFEN

Glocken müssen wieder läuten

RENATE ZUNKE

 Karola Voigt

TEETZ Der Dachstuhl der Teetzer Kirche ist eingerüstet. Zurzeit ruhen die Arbeiten. Allerdings hat sich auch schon etwas getan. Ein neues Dach ziert das Kirchenschiff. Und Traum der Teetzer ist, dass wieder ein majestätischer Turm, so wie einst, das am 11. Oktober 1860 eingeweihte Gotteshaus schmückt. Das Original, 36 Meter hoch, verlor nach einem Blitzschlag in den 70er Jahren die Spitze. Jetzt ist der Turm nur noch 25 Meter hoch. Doch das ist zu verschmerzen.

Was viele Einheimische jedoch zurzeit sehr traurig macht: Die zwei Glocken sind verstummt, seitdem der Glockenstuhl wegen Baufälligkeit gesperrt wurde. Das letzte Mal haben sie zum Jahreswechsel 2002/2003 geläutet. Wenn jemand stirbt, so wie im vergangenen Jahr die älteste Bürgerin von Teetz, Elli Lohr, erfährt es so mancher Teetzer viel zu spät. Denn auf den Dörfern ist es Tradition, dass dreimaliges Läuten das traurige Ereignis verkündet.

Die Glocken müssen wieder erklingen, sagt sich auch die Neu-Teetzerin Dagmar Karola Voigt, die im Dorf ein Anwesen erwarb und es zu einer Pension ausbaut. Auf ihren Hoffesten war sie bereits mit der Sammelbüchse unterwegs.

Ein Bild des Kirchturms, das Katrin Böttcher, jetzt ebenfalls in Teetz ansässig, ganz spontan malte, erbrachte bei einer Versteigerung 147 Euro. Von diesem Original will Dagmar Carola Voigt nun Postkarten anfertigen lassen und an Geschäftskunden und andere Leute senden, mit der Bitte um Spenden für den Teetzer Glockenturm. Jeder Euro zählt, sagt die Frau, die sich innerhalb des Fördervereins Dorfkirche Teetz e. V. mit vielen anderen Mitstreitern für das Wahrzeichen ihres kleinen Dorfes engagiert.

Spenden können auf das Konto 1521005113 bei der Sparkasse OPR, BLZ: 160 502 02, überwiesen werden.

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