Ein Stern in der Kirche

Das Gotteshaus in Eichstädt lebt wieder

ANDREA KATHERT

EICHSTÄDT Genauso hatte sich der Förderkreis das vorgestellt. Abends brennt Licht in der Eichstädter Kirche, ein leuchtender Stern hängt von der Decke und es wird musiziert, rezitiert oder gefeiert. Dem Förderkreis der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt ist es gelungen, das Gotteshaus mit Leben zu erfüllen.

Gisela Semper, die Kirchenmusikerin aus Marwitz, war es, die immer die Ansicht vertrat, dass die Eichstädter Kirche ein wunderbarer Raum für die musikalische Kinderarbeit ist. Gisela Semper ist inzwischen nach Dresden gezogen. Doch der Förderkreis, der sich 2004 um seinen Vorsitzenden Erdmut Schulze gründete, verfolgt ihr Anliegen weiter.

Inzwischen ist die Kirche saniert, hat eine Fußbodenheizung und erst vor kurzem neue Lampen bekommen. Eine kleine Tafel im Vorraum zeugt von den Sponsoren. Auf den beiden Emporen der Kirche lässt es sich wunderbar proben. Und die Bestuhlung im großen Kirchensaal ist schnell zu einer festlichen Tafel umgebaut. Denn dank einer kleinen Küche und Toiletten können auch Familienfeiern stattfinden.

In diesem Jahr 2006, das gerade zu Ende geht, hat es viele schöne Begegnungen in der Kultur- und Kinderkirche gegeben. Am beeindruckendsten für Wolfgang Täger vom Vorstand des Förderkreises war der Auftritt des "Duos Bressan". Die beiden Japaner gaben eine virtuose Darbietung auf den verschiedensten Blockflöten. "Die Musiker selbst waren ganz ergriffen von der Atmosphäre", erinnert sich Wolfgang Täger. Ein sehr gelungener Abend.

Auch die Reihe "Erinnerungsjahr 2006" , in der Brunolf Metzler an den 150. Todestag von Heinrich Heine oder Pfarrer Johannes Wildner an den 400. Geburtstag von Rembrandt erinnerten, lockte viele Besucher in die Kirche. Eine Fortsetzung hat auch die Erzählreihe "Land & Leute" verdient.

"Meistens ziehen sich die Abende nach den Veranstaltungen noch lange hin", erzählt Täger. In lockerer Runde wird geplaudert und gefeiert. Das ist dann das Dankeschön an die fleißigen Helfer, ohne die keiner der Abende in solch schöner Atmosphäre zustande käme. Besonders Sylvia Dulitz, Michaela Dingler und Birgit Täger kümmern sich um die Vorbereitungen und all die Kleinigkeiten, ohne die jede Veranstaltung nur halb so schön wäre. Aber der Förderkreis findet auch in der Eichstädter Feuerwehr, in der Gemeinde Oberkrämer und im Kirchenkreis immer wieder Unterstützer. Im Großen und Ganzen steht eigentlich auch schon das Programm für das nächste Halbjahr fest. Am 12. Januar 2007 laden Silvia und Robert Bauer zum Auftakt der Konzertreihe "Eichstädter Ohrenweide" ein. Und für Anfang Februar ist ein Benefiz-Abend zugunsten der Kirche vorgesehen.

Märkische Allgemeine vom 30. Dezember 2006

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