Voller Klang für Heinersdorfer Sauer-Orgel

Von Sonja Jenning

Kleinod der Orgelbaukunst. Zu ihrem 100. Geburtstag 2011 soll die Sauer-Orgel in Heinersdorf fertig saniert sein 
Kleinod der Orgelbaukunst. Zu ihrem 100. Geburtstag 2011 soll die Sauer-Orgel in Heinersdorf fertig saniert sein.

Heinersdorf (GMD) Der Freundeskreis Sauer-Orgel Opus 1111 hat sich nicht nur die Rekonstruktion des Instruments in der Heinersdorfer Kirche auf die Fahnen geschrieben. Für das kommende Jahr ist zudem der Ausbau eines Kulturzentrums in den Räumen des Pfarrhauses geplant.

Der Klang der Heinersdorfer Sauer-Orgerl ist wieder ein bisschen voller geworden. Im November wurde Kirche das elfte Register mit dem klangvollen Namen "Flute harmonique 8" eingebaut. Für die stolze Summe von 5162 Euro. 1660 Euro hat der Freundeskreis Sauer-Orgel Opus 1111 mit Einzelspenden, Trödelmärkten, Tombolas und Konzerten gesammelt. "1500 Euro haben wir als Zuschuss vom Landkreis, den Rest von der Kirche bekommen", sagt Gabriele Breitenstein vom Freundeskreis Sauer-Orgel Opus 1111. Im kommenden Jahr soll das 12. und letzte Register, "Gamba 8", eingebaut werden, die Kosten dafür liegen bei 5530 Euro.

Doch damit ist die Sanierung noch lange nicht abgeschlossen, so Gabriele Breitenstein weiter. Notwendig seien noch die Überarbeitung der Bankanlage, die technische Durchsicht, Nachinstallation und Hauptstimmung des Instruments, für noch einmal fast 8400 Euro. "Wenn die Orgel im Jahre 2011 ihren hundertsten Geburtstag feiert, wollen wir sie in der bis dahin hoffentlich ebenfalls sanierten Kirche übergeben", so Gabriele Breitenstein zu den Plänen des Freundeskreises. Bis dahin werden über 80000 Euro in die Rekonstruktion des Instruments geflossen sein.

Die zehn Mitglieder des Freundeskreises haben aber noch weitere Pläne. "In den bislang leer stehenden Räumen des Pfarrhauses soll ein Kulturzentrum entstehen", erzählt Gabriele Breitenstein. Dort sollen Musikunterricht für Kinder, ein Zeichen- und ein Handarbeitszirkel stattfinden.

Außerdem könnten die Räume für weitere kulturelle Aktivitäten genutzt werden. Die Gesamtkosten für dieses Projekt liegen bei 62000 Euro. 80 Prozent dieser Summe werden über das Förderprogramm Leader Plus finanziert. Die restlichen 20 Prozent bringe der Freundeskreis selbst auf. "Dafür haben wir bereits einen Sponsor gefunden", sagt Gabriele Breitenstein.

Am 9. Dezember wird der Freundeskreis sich mit einem Trödelmarkt und einer Tombola am "Treff unterm Weihnachtsbaum" in Heinersbaum beteiligen. Die Veranstaltung an der Brennerei beginnt um 14 Uhr.

Märkische Oderzeitung vom 07. Dezember 2006

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