Da engagiert sich das ganze Dorf

Christkindelmarkt mit DDR–Nostalgie

H.-DIETER KUNZE

SCHÖNA Es war wohl die gemütliche vorweihnachtliche Atmosphäre, die am vorigen Sonnabend wieder Hunderte in den kleinen Ort Schöna-Kolpien bei Dahme lockte. Der Charme des Christkindelmarktes – der sechste in Folge – hat sich wohl weit herumgesprochen. Mit viel Engagement hatten sich die Mitglieder der ortsansässigen Vereine in die Vorbereitung und Durchführung des Marktes eingebracht. Allen voran der Gemeindekirchenrat, Pfarrer Dirk Lehner aus Knippelsdorf und der Förderverein für den Wiederaufbau der Kirche Schöna. Ihren Beitrag leisteten unter anderem auch der rührige Dorfclub, der Sportverein, die Kameraden der Feuerwehr, der Jugendclub, der Seniorenverein, der Schützenverein sowie zahlreiche Bürger der 360-Seelen-Gemeinde. Für die musikalische Umrahmung sorgten Bläsergruppe und Jagdhornbläser, der Frauenchor Schöna-Kolpien-Körba, der Rietdorfer Männergesangverein und der evangelische Kinderchor Dahme.

"Alle haben sich wunderbar für den Christkindelmarkt engagiert. In unserem Ort gibt es ein herzliches Miteinander, das wohl seinesgleichen sucht", lobte Marianne Dennert, Mitglied im Förderverein und im Gemeindekirchenrat. Dem pflichtete auch ihr Ehemann Klaus bei – er ist der Ortsbürgermeister.

Die Besucher des Christkindelmarktes genossen sichtlich das Flair. Durch ein beleuchtetes hölzernes Portal gelangten sie auf den Markt, vor der Kirchenpforte drehte sich eine große Weihnachtspyramide. Glühweinduft hing in der Luft. Klemmkuchen, Honig, Eis, Wildgerichte, Räucherfisch, Traubensäfte und andere Leckereien waren reichlich im Angebot.

Ein richtiger Knüller war eine Nostalgie-Ausstellung. Mit Hilfe zahlreicher Bürger waren hier Exponate aus DDR-Zeiten zu besichtigen, von Pkw-Bestellscheinen über Abzeichen und Wäschestücke bis hin zu alten Rundfunk- und Fernsehgeräten.

Märkische Allgemeine vom 05. Dezember 2006

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