Für Erhalt des Gotteshauses

Förderverein der Jakobikirche mit 20 Mitgliedern gegründet

ELINOR WENKE

Sie gehören zum Vorstand und präsentieren den Lesezeichen-Kalender (v.l.): Christian Schulze, Margitta Haase, Christine Wettstein und Detlev Riemer 
Sie gehören zum Vorstand und präsentieren den Lesezeichen-Kalender (v.l.): Christian Schulze, Margitta Haase, Christine Wettstein und Detlev Riemer.
Foto: Margrit Hahn

LUCKENWALDE Für den Erhalt der Luckenwalder Jakobikirche macht man sich nun im wahrsten Sinne des Wortes mit vereinten Kräften stark. Der Förderverein Jakobikirche ist in dieser Woche mit rund 20 Mitgliedern gegründet worden. Vorsitzender ist Christian Schulze, der als Stadtmarketing-Chef über viele Kontakte zu Unternehmen und Kulturschaffenden verfügt. Zu seiner Stellvertreterin ist Margitta Haase ernannt worden, die sich schon lange um Aktivitäten für den Erhalt des Gotteshauses bemüht. Pfarrer Detlev Riemer gehört als Hausherr ebenso zum Vorstand wie Christine Wettstein als Schatzmeisterin und Claudia Padur als Schriftführerin, die gleichzeitig künstlerisch die Aktivitäten des Vereins begleitet. Nach ihren Entwürfen wurde auch ein Lesezeichen-Kalender für 2007 gestaltet. Gegen einen kleinen Obolus, der in den Erhalt der Kirche fließt, kann der Kalender in begrenzter Stückzahl noch im Gemeindebüro der evangelischen Kirchengemeinde erworben werden.

"Die Jakobikirche ist im Jahr 1894 erbaut worden", berichtete Detlev Riemer, "seit 25 Jahren ist dort baulich nichts mehr saniert worden." Die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Die Empore ist nicht mehr erhalten, Fenster sind zum Teil eingeschlagen, die Orgel nicht mehr bespielbar. Eine Heizanlage wäre nötig. Riemer schätzt die Mindestkosten für die Sanierung des alten Gebäudes auf 200 000 Euro (ohne Orgel). Nach Überlieferungen hat die Kirche 1200 Sitzplätze und bietet bis zu 2000 Leuten Platz.

Der Förderverein hat sich nun zum Ziel gestellt, Spenden für den Erhalt der Kirche zu sammeln. "Uns ist jeder willkommen, er muss nicht Mitglied der Kirche sein", betonte Margitta Haase. Man sei über die 18 Euro Jahresbeitrag ebenso froh wie über Geldspenden oder praktische Hilfe, beispielsweise beim Vorbereiten von Benefizveranstaltungen. Von denen gab es in diesem Jahr bereits drei, nachdem der letzte Gottesdienst in der Kirche im Jahr 2001 stattgefunden hatte. "So lange Leben in der Kirche ist, kann man auch Vandalismus besser begegnen", sagte Christine Wettstein.

Die nächste kulturelle Veranstaltung - für alle Altersgruppen - soll im Frühjahr 2007 stattfinden, war von Christian Schulze zu erfahren. Ein Gottesdienst mit dem ehemaligen Pfarrer Hilmar Schmid ist für den 22. Juli geplant, ein Konzert mit afrikanischen Musikern aus Namibia für den 11. August. (Teltow-Fläming)

Märkische Allgemeine vom 02. Dezember 2006

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