ÜBERLEBENSTRAUM FÜR EINE DORFKIRCHE

Wunder in Wassersuppe ?

DAGMAR FRICKE

Ein 110-Seelen-Dorf im schönen Havelland - eine klitzekleine Kirche mittendrin. Von der einzig möglichen Zufahrtsstrasse aus sieht man gerade mal die Kirchturmspitze zwischen den Bäumen herausragen. Die Rede ist von Wassersuppe am Hohennauener See.

Doch geschehen in diesem kleinen Ort wundersame Dinge. Die alte Dorfkirche mit ihrem schönen Altar wird liebevoll gehegt und gepflegt. Doch sie ist marode, Fundament und Dach sind betroffen. Sie muss dringend repariert werden, und das kostet ziemlich viel Geld.

Mit beispielloser Eigeninitiative hat sich das Ehepaar von Heyking nun dieses Ziel gesteckt und versucht mit immer neuen Aktionen die Menschen auf den Notstand aufmerksam zu machen, das heißt natürlich auch, um Spendengeld fließen zu lassen.

So konnte zum Beispiel im Juni ein Bläserquintett aus Berlin für den guten Zweck gewonnen werden, das mit seinem Können viele Besucher im rappelvollen Kirchlein begeisterte.

Die Einladung zum anschließenden Beisammensein bei Kaffee und Kuchen, von den Dorfbewohnerinnen selbst gebacken, ist schon Tradition und lässt dann auch so manchen Fünfer oder Zehner in die Spendenkasse wandern.

Nur so kann etwas zum Erfolg führen, allerdings ist dieser noch recht weit entfernt. Doch wie sagt man : "Der Weg ist das Ziel."

Was bei großen Kirchen mit enormem Engagement aller schließlich gelungen ist, müsste sich bei einem solch kleinen Objekt doch realisieren lassen. Der Glaube fragt nicht nach Größe und Ausstattung eines Gotteshauses. Wenn wie in Wassersuppe die ganze Dorfgemeinschaft geschlossen hinter der Initiatorin steht, ist Hoffnung angesagt.

Es wäre schön, wenn das Fernziel einer denkmalgerechten Restaurierung erreicht würde. Vielleicht findet sich sogar jemand, der eine Patenschaft dafür übernimmt, damit aus dem Traum irgendwann Wirklichkeit wird.

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