Ornamente wiederhergestellt

Jugendliche verputzten den Turm der Dorfkirche in Jabel

MADLEN WIRTZ

JABEL Die Dorfkirche in Jabel konnte wieder ein Stück weiter saniert werden. In den zurückliegenden Tagen haben neun Jugendliche des Oberstufenzentrums II aus Berlin unter der Leitung von Carsten Krausz und Klaus Schmunz den Turm der Kirche verputzt. Mit dem Ergebnis der abgelegten Arbeit ist Horst Mark, der pensionierte Berufsschullehrer und Malermeister, äußerst zufrieden: "Die Jugendlichen waren sehr engagiert und das Wetter spielte gut mit", sagt er.

Dabei war das Verputzen alles andere als einfach. Der Turm war so etwas wie das "Sorgenkind", das sich die Jugendlichen und Fachkräfte erst zuletzt vornahmen. Viele Ornamente am Turm waren im Laufe der Jahre abgebröckelt und mussten deshalb nach historischem Vorbild mit selbst hergestellten Holzschablonen sehr genau rekonstruiert werden. "Man kann nicht unendlich viel Putz auf einmal auftragen. Denn der würde nicht halten und noch im feuchten Zustand abfallen", erklärt Horst Mark. Doch nun ist auch diese Hürde genommen, der Putz kann jetzt austrocknen. Gestern konnten alle Arbeiten abgeschlossen werden. Und bereits am Donnerstag waren die jungen Leute von Dorfbewohnern mit einem leckeren Krustenbraten und einer Feier verabschiedet worden.

Malerarbeiten am Turm werden schon am 15. Mai beginnen. Für das endgültige Aussehen der Kirche gibt es genaue Farbvorschläge aus der Feder von Klaus Müller. Der pensionierte Oberstudienrat aus Berlin kann sich das Gotteshaus in einem helleren und in dunkleren Gelbtönen vorstellen, wobei die Ornamente um die Fenster mit einem Rotton besonders hervorgehoben werden sollten. Doch dies ist noch ein Entwurf, der der Denkmalpflegebehörde erst noch unterbreitet werden muss.

Um die gesamte Sanierung des Jabeler Gotteshauses weiter voranzubringen, werden Mitglieder des Vereins zum Erhalt der evangelischen Kirche in Jabel eine zweite Benefizveranstaltung organisieren. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Für den 17. Juni ist erneut ein großes Programm für kleine und große Besucher geplant. Auch dieses Mal werden sich alle Dorfbewohner an der umfangreichen Aktion beteiligen. Streichelzoo, Pilzausstellung, Informationsstände, verschiedene Köstlichkeiten, Tanz und Feuerwerk sollen geboten werden.

Märkische Allgemeine vom 29. April 2006

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