Im Alltag bewährt

Dankesveranstaltung in Königsberg / Bischof Wolfgang Huber zu Gast

MARGITTA SCHIRGE

 Dorfkirche Königsberg

KÖNIGSBERG Es war eine Rückschau auf bisherige Aktivitäten zur Erhaltung der Dorfkirche in Königsberg und gleichzeitig ein Dank an alljene, die dabei mit Geld, Gebeten oder tatkräftiger Unterstützung zur Stelle waren.

Bei dieser Dankesveranstaltung am Sonntagnachmittag konnte Elisabeth Lau, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Königsberg und des Förderkreises der Königsberger Kirche, viele Gäste in der Turnhalle des Ortes begrüßen.

Prominente Gäste der Veranstaltung waren Wolfgang Huber, der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, und seine Frau Kara, die den Königsbergern seit fast zwei Jahren als Schirmherrin des Förderkreises bekannt ist.

Bischof Huber übernahm auch die Predigt im Gottesdienst, der am Beginn des Nachmittags stand. Dabei betonte er, dass die Hoffnung auf Glauben fuße und erinnerte dabei an das alte Kinderspiel "Ich sehe was, was du nicht siehst". So ergehe es dem Glauben. Er sehe weiter und entdecke dadurch neue Möglichkeiten und gewinne neue Kräfte. Das lasse sich gut auf die Kirchengemeinde Königsberg und den Förderkreis zum Erhalt der Dorfkirche in ihrer jetzigen Situation übertragen.

Ein Basketballkorb über dem Not-Altar, so wie es in der Turnhalle momentan der Fall ist, müsse nicht zwangsläufig etwas Entmutigendes sein. Im Gegenteil, das erwähnte Prinzip "Hoffnung aus Glauben" darauf angewandt, besage stattdessen, dass der Glaube und seine Verkündigung mitten hinein ins alltägliche Leben gehören. "So trägt der Glaube reiche Früchte und bewährt sich im Alltag", so Huber. An seine Worte und zugleich an ihn und seine Frau sollen die Königsberger und ihre Freunde denken, wenn sie, wie erhofft und angestrebt, zu Pfingsten ihre Kirche wieder in Betrieb nehmen werden.

Denn momentan darf sie nicht genutzt werden. Nach dem Einbau einer Notsicherung im Dachstuhl, war die Nutzung seit dem Heiligen Abend 2005 zunächst zwar wieder möglich - allerdings nur befristet und unter strengen Auflagen der Bauaufsichtsbehörde. Überraschend kam dann kurz vor Ostern der Bescheid, dass die vorhandene Notkonstruktion erweitert werden müsse und bis zum Abschluss des Einbaus die Kirche erneut nicht genutzt werden dürfe. Deshalb musste für die Veranstaltung am Sonntag wieder auf die Turnhalle zurückgegriffen werden.

Im Anschluss wurde stellvertretend für alle Helfer einigen Anwesenden namentlich für ihre Unterstützung bei den Bemühungen zur Erhaltung der Königsberger Kirche gedankt. Danach gab es ein reichhaltiges Angebot zum Kaffee. Alle Spenden am Ausgang in Höhe von 627 Euro kommen der weiteren Arbeit des Förderkreises zugute.

Märkische Allgemeine vom 25. April 2006

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