KULTURMINISTERIN ÜBERGAB FÖRDERBESCHEID AN WUSTERMARKER PFARRERIN

Kirchendach wird neu gedeckt

ANKE FIEBRANZ

Dorfkirche Wustermark

WUSTERMARK Schon von weitem grüßt der helle Wustermarker Kirchturm. Er wurde in den vergangenen Monaten mit großem Aufwand erneuert. Die Sanierungsarbeiten an der Kirche werden nun fortgeführt. In diesem Jahr ist das Dach an der Reihe. Es soll neu eingedeckt werden. Weiterhin müssen Arbeiten ausgeführt werden, um die Statik zu verbessern. 153 400 Euro wird das Ganze kosten. Mit 76 000 Euro beteiligt sich das Land Brandenburg an der Finanzierung. Kulturministerin Johanna Wanka überreichte gestern den Förderbescheid an Wustermarks Pfarrerin Heike Benzin. Der "Rest" kommt von der Landeskirche (15 000 Euro), von der Gemeinde Wustermark (8000 Euro) und aus dem Haushalt der Kirchengemeinde. "Wir hoffen, dass wir 30 000 Euro vom Kirchenkreis bekommen", so Pfarrerin Benzin.

"Kirchen werden heute stark als Zentren der Orte auch außerhalb der Religion wahrgenommen", sagte die Ministerin gestern. Da sie wichtig für die Gemeinden seien, stelle die Landesregierung erhebliche Sanierungsmittel zur Verfügung, so Johanna Wanka. Baumaßnahmen an 25 evangelischen Gotteshäusern würden in diesem Jahr mit 1,5 Millionen Euro gefördert. - Bereits im vergangenen Jahr hatte sich das Land mit 80 800 Euro am Kirchturmprojekt in Wustermark beteiligt.

Die Kirche im Dorf lassen - diesen alten Spruch drehte Ulrich Schulz, Generalsuperintendent vom Sprengel Neuruppin, um: Das Dorf soll in der Kirche bleiben. Dass Gotteshäuser sich für Kulturveranstaltungen öffneten, begrüßte er. Die Wustermarker werden sich auch 2002 am Dorfkirchensommer beteiligen, so Pfarrerin Benzien. Sie wünscht sich, dass Kirche auch genutzt werden möge, um Gespräche über (christliche) Kultur zwischen den Generationen und verschiedenen Geistesströmungen zu fördern.

Kirchenbesucher werden den Baufortschritt am Haus interessiert verfolgen. Nach der Dacherneuerung seien 2003 die Trockenlegung der unteren Außenwände und der Gründung vorgesehen, so Architekt Rainhardt Pavlitschek. Dann müssen die Fassaden geputzt werden. Zu guter Letzt hätte Pfarrerin Benzin auch gern neues Gestühl und endlich eine Heizung, wofür jedoch kaum Fördermittel zu erwarten seien. Der Kirchbau- und Förderverein Wustermark e.V. bittet deshalb um Spenden. 7100 Euro sind bisher eingegangen.

Bis zum Abschluss aller Maßnahmen, für die insgesamt etwa 700 000 Euro veranschlagt sind, werden noch einige Jahre vergehen. Dass ein kleiner Teil bereits fertig ist, ermutigt die Beteiligten. Wie sagte die Vorsitzende der gemeinsamen Leitung des Kirchenkreises Falkensee Lilli Busse gestern so schön: Sie freue sich, renovierte Kirchturmspitzen zu sehen. Die Uhren an den Türmen mahnten, die Zeit, die nur begrenzt zur Verfügung stehe, zu nutzen.

Spendenkonto des Kirchbau- und Fördervereins bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse: 38 15 00 25 15, BLZ 16 05 00 00.

 

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