Einweihung der Gedächtniskirche Rosow

Gedächtniskirche Rosow 
Dezember 2006Großbildansicht

Am Samstag, dem 9. Juni wurde die Dorfkirche von Rosow (Landkreis Uckermark), nur wenige Kilometer von Stettin entfernt, nach umfangreichen Instandsetzungsarbeiten als Zentrum der Erinnerung, Mahnung und Versöhnung wieder eingeweiht.

Der Turm der Feldsteinkirche wurde am Ende des 2. Weltkrieges durch russische Artillerie zerstört, nachdem sich deutsche Artillerieaufklärung dort verschanzt hatte.

Als moderne Stahlkonstruktion ist der Turm jetzt wieder erstanden. In seiner Kontur nimmt er die ursprüngliche Form auf, lässt jedoch quasi "als Mahnmal" die historischen Brüche sichtbar werden. Das Kirchendach trägt Solarzellen. Auch der Innenraum wurde instand gesetzt.

In der gottesdienstlich bereits seit langer Zeit nicht mehr genutzten Kirche wird auf Initiative von Karl Lau, dem ehrenamtlichen Bürgermeister von Rosow, ein Erinnerungsort für Vertreibungen beiderseits der Oder entstehen; deutsche und polnische Schicksale werden dokumentiert. Schon jetzt finden regelmäßige Begegnungen mit Menschen aus dem Nachbarland statt.

Zur feierlichen Einweihung mussten zahlreiche Gäste mit Stehplätzen Vorlieb nehmen. Grußworte des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg überbrachten in einer Ansprache der stellvertretende Vorsitzende Hans Krag sowie FAK-Mitglied Edmund Köhn, der seine Grüße in polnischer Sprache vortrug.

Der Förderverein Gedächtniskirche Rosow e.V. gehörte bereits 2003 zu den Preisträgern des vom Förderkreis Alte Kirchen ausgeschriebenen "Startkapitals für "Kirchen-Fördervereine". Darüber hinaus unterstütze der Förderkreis den Rosower Verein organisatorisch und finanziell und vermittelte Benefizkonzerte.

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