Hilfe für Kirchenruine Hohenjesar

 Kirchenruine Hohenjesar
Kirchenruine Hohenjesar, Blick vom Turm in das ungesicherte Kirchenschiff

Auf seiner Herbst-Exkursion am 23. September besuchte der Förderkreis Alte Kirchen den Kirchenkreis Oderbruch. In dieser Region tobte die letzte verzweifelte Schlacht des 2. Weltkrieges. Tausende Menschen fanden einen sinnlosen Tod. Zahlreiche Dörfer und mit ihnen die Kirchengebäude wurden zerstört. Die Teilnehmer der Fahrt machten sich ein Bild von dem unterschiedlichen Stand der Sicherung und teilweisen Wiederherstellung von Kirchengebäuden über sechzig Jahre nach Kriegsende.

In Gusow erhielt die Kirche ein neues Dach. Regelmäßig werden Gottesdienste gefeiert. Vor wenigen Wochen erst kehrte auf Initiative des örtlichen Heimatvereins der Epitaph für den Feldmarschall Georg Freiherr von Derfflinger, der in die Komtureikirche Lietzen ausgelagert war, nach Gusow zurück.

In Podelzig wurde der Kirchturm in moderner Bauweise mit einem Aussichtsgeschoss aufgebaut. Bald sollen auch wieder Glocken im Turm aufgehängt werden. Der Förderverein in Carzig, "Startkapital"-Preisträger des Jahres 2005, konnte inzwischen wenigstens ein Sanierungsgutachten erstellen und Sondierungsgrabungen an den Fundamenten durchführen lassen.

Besucht wurde auch die Kirchenruine in Hohenjesar. Hier sollen noch in diesem Jahr umfangreiche Sicherungsarbeiten an der Mauerkrone des Kirchenschiffes stattfinden. Der örtliche Förderverein gehört zu den Preisträgern unseres "Startkapitals für Kirchen-Fördervereine" 2006. Außerdem konnte der FAK pünktlich zur Exkursion eine Spende des befreundeten Lionsclubs aus Seeheim an der Bergstraße in Höhe von 1.000 Euro vermitteln.