Notsicherung des Alten Pfarrhauses in Groß Döbbern weitgehend abgeschlossen

Pfarrhaus Groß Döbbern 
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Die Notsicherung des Alten Pfarrhauses in Groß Döbbern (Landkreis Spree-Neiße / Südlich von Cottbus) konnte in den letzten Tagen weitgehend abgeschlossen werden (s.a. Lausitzer Rundschau vom 26. Oktober 2006).

Das im Jahre 1785 auf Veranlassung des damaligen Patrons August Heinrich Graf von Pückler errichtete Gebäude gehört zu den ältesten Pfarrhäusern in Brandenburg und prägt gemeinsam mit Dorfkirche und Schule als Ensemble das Ortsbild. Im Untergeschoss blieben zwei Räume mit Kreuzgratgewölbe erhalten, die Raumstruktur ist weitgehend im ursprünglichen Zustand erhalten, auch eine "schwarze Küche" ist noch vorhanden.

Seit etwa 1970 war das Pfarrhaus unbewohnt. Durch mangelnde Baupflege und Witterungseinflüsse war im Dezember 2004 ein Schornstein in sich zusammengestürzt und hatte Teile des Daches und der Dachkonstruktion zerstört. Auch in anderen Teilen des beeindruckenden Gebäudes bestand Einsturzgefahr.

In diesem Jahr 2006 hat der mit Hilfe des Förderkreises Alte Kirchen gegründete Förderverein Altes Pfarrhaus Groß Döbbern das Denkmal in sein Eigentum übernommen (s.a. Mitteilungsblatt vom Mai 2005). Mit Hilfe von Spenden und Fördermitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur waren jetzt umfangreiche Notsicherungsmaßnahmen möglich. Um den Dachstuhl zu entlasten, wurden die historischen Biberschwanzziegel abgenommen und, soweit möglich, für eine Wiederverwendung gelagert. Die Dachfläche wurde mit einer Leichtkonstruktion überdeckt. Im Innenraum wurden Absteifungen gestellt, um weitere Verluste zu vermeiden.

Der Förderverein möchte in dem denkmalgeschützten Gebäude ein kommunales Zentrum für Ausstellungen, Feste, Kunstprojekte und touristische Angebote etablieren. Der Verein gehörte zu den Preisträgern des Wettbewerbs "Startkapital für Kirchen-Fördervereine 2005" des FAK. Außerdem hat der Förderkreis Alte Kirchen die Erstellung eines Baugutachtens mit finanziert.