Altes Pfarrhaus Groß Döbbern: Broschüre zur Bauforschung erschienen

Pfarrhaus Groß Döbbern 
 Großbildansicht

Bereits 1785 ließ August Heinrich Graf von Pückler, der Großvater des bekannten Gartenbaukünstlers Hermann von Pückler, das Pfarrhaus in Groß Döbbern (Landkreis Spree-Neiße) errichten. Das Gebäude ist ein massiver zweigeschossiger barocker Bau mit Krüppelwalmdach. Über einem rechteckigen Grundriss erhebt sich traufseitig eine siebenachsige Hauptfassade, deren mittlere Achse leicht risalitartig vorspringt. Um 1970 noch geputzt und farblich gestaltet, ist das Obergeschoss jetzt nahezu ziegel- und das Untergeschoss feldsteinsichtig.

Durch mangelnde Baupflege und Jahre lange Nichtnutzung ist das Denkmal, das zu den ältesten Pfarrhäusern im Land Brandenburg gehört, heute in einem erbärmlichen Zustand. Beim Einsturz eines Schornsteins wurde im letzten Jahr ein Teil der Dachkonstruktion zerstört. Vor kurzem hat ein Förderverein das ehemalige Pfarrhaus in sein Eigentum übernommen, will es sanieren und anschließend einer gemeindlichen Nutzung zuführen. Noch in diesem Jahr können erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Der Förderkreis Alte Kirchen hatte sich an der Erstellung eines Schadensgutachtens beteiligt und unterstützte den Trägerverein organisatorisch und finanziell.

Unter der Überschrift "Denkmal in Not" ist jetzt eine 24-seitige farbige Broschüre zur Geschichte des Alten Pfarrhauses in Groß Döbbern erschienen, in der u. a. die originalen Baurechnungen ausgewertet werden.

Gegen eine Spende kann das Heft beim Förderkreis Alte Kirchen bestellt werden!