Brandenburgischer Denkmalpflegepreis 2005 für die Restaurierung der Siechenhauskapelle in Neuruppin

Am 8. September wurden in der Potsdamer Orangerie im Neuen Garten die Brandenburgischen Denkmalpflegepreise 2005 verliehen. Den diesjährigen Hauptpreis erhielt Frau Gabriele Lettow für die Restaurierung der Siechenhauskapelle in Neuruppin.

Bereits in den 90er Jahren hatte Frau Lettow das ehemalige Siechenhospital zu einem Hotel sowie einen im ehemaligen Spitalhof gelegenen Fachwerkbau von 1692, das sog. „Uphus“, zum Restaurant ausgebaut. 1998 kaufte sie von der Stadt die marode Kapelle, um sie bis 2004 vorbildlich zu restaurieren. Hilfestellung gab ein ebenfalls von Gabriele Lettow 1999 ins Leben gerufener Förderverein.

Heute dient der mit einem spätgotischen Netzgewölbe versehene Raum als Ort vielfältiger kultureller Veranstaltungen und als Standesamt, kann aber auch für Empfänge, Seminare o. ä. gemietet werden

Siechenhauskapelle in Neuruppin

Das Hospital wurde im Jahre 1490 gestiftet, zur selben Zeit entstand auch die dem heiligen Laurentius gewidmete Hospitalkapelle. Die Kapelle ist ein einschiffiger Backsteinbau von zwei Jochen mit einem flachen dreiseitigen Ostabschluss und einem barocken Dachreiter über dem Westgiebel. Im Gegensatz zur Schlichtheit der äußeren Architektur überrascht das Innere der Kapelle mit seinem gotischen Formenreichtum.

Von den Ausstattungsstücken ist neben dem barocken Kanzelaltar vor allem die Hollenbach-Orgel von ca. 1900 erwähnenswert, die regelmäßig bei Konzerten erklingt.

Der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg gratuliert Frau Gabriele Lettow herzlich zur Verleihung des Brandenburgischen Denkmalpflegepreises 2005!