Spendenaktion zur Restaurierung eines Epitaphgemäldes

IN DER DORFKIRCHE BLANKENSEE

Körper des Nackten von den Gebotetafeln ab- und dem gekreuzigten Erlöser Christus zuzuwenden.

Eine Besonderheit der Bildkomposition liegt darin, dass die zentrale Figur des nackten Sünders - anders als auf nahezu allen anderen Darstellungen derselben Ikonografie - nicht eindeutig männlich als Adam dargestellt ist. Ihre feminine Wirkung ist sicherlich nicht auf das Unvermögen des sonst so versierten Malers zurückzuführen. Warum eine Frau? Als Erinnerung an die im Kindbett verstorbene Anna von Thümen? In dem hinter ihr Knieenden hat der Maler vermutlich den trauernden Ehemann porträtiert, der im Gebet zum Gekreuzigten Trost sucht. Der Sterbeprozess seiner Frau erfährt auf dem Gedächtnisbild eine grundstürzende Umdeutung; er wird geradezu in sein Gegenteil verkehrt: Statt vom Leben zum Tod führt er die Frau vom Tod zum Leben. Der Baum zeigt es deutlich an: Seine kahlen Äste stehen für die Unausweichlichkeit des Todes, für die Ängste, Schmerzen und Qualen des Kindbetts der Verstorbenen. Die grüne Hälfte steht hingegen für das ewige Leben.

Lange Zeit wenig beachtet, haben sich im Laufe der Zeit erhebliche Schäden an dem Gemälde eingestellt: so haben sich die Fugen der aus drei Einzelbrettern zusammengesetzten Holztafel gelöst und klaffen teilweise weit auseinander; in einigen Bereichen deuten die nur wenige Millimeter großen sogenannten Ausflugs-löcher auf das zerstörerische Werk des Holzwurms. Auch die Malschicht des Bildes weist zum Teil erhebliche Schädigungen auf und löst sich vom Untergrund ab, was zum Verlust der Malerei führen könnte. Dazu kommen die weniger gravierenden, aber die Betrachtung des Bildes doch stark störenden Veränderungen, wie die Verbräunung und Eintrübung der Gemäldeoberfläche und die Verfärbungen früherer farblicher Ausbesserungen, die jetzt als unschöne Flecken das Bild entstellen.

Das Epitaphgemälde für Anna von Thümen soll ab September 2017 in der großen Reformations-Ausstellung des Hauses für Brandenburgisch-Preußische Geschichte (HBPG) in Potsdam gezeigt werden. Im Zusammenhang damit ist eine gründliche Restaurierung dieses wertvollen Kunstwerkes notwendig.

Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen!

Link zum Faltblatt

Kontakt:

Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.
Telefon: 030-4493051
Mail: altekirchen.janowski@t-online.de

Ihre Spende:

Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.
IBAN: DE94 5206 0410 0003 9113 90
BIC: GENODEF1EK1 (Evangelische Bank)
Stichwort: Blankensee

Eine gemeinsame Aktion von:

Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.

   
1234
1Sündenfall von Adam und Eva (linker Bildrand)
Beschädigungen an der Malschicht
 
2nackter Mensch
offene Brettfuge, Verschmutzungen und Verfärbungen früherer Farbausbesserungen
 
3Christus am Kreuz, Lamm Gottes
am Strahlenkranz verfärbte frühere Farbausbesserungen
 
4fürbittende Maria
Verschmutzungen der Bildoberfläche
 

Die "Spendenaktion zur Restaurierung eines Epitaphgemäldes in der Dorfkirche Blankensee" ist die achte Spendenkampagne zur Rettung historischer Kunstschätze aus Brandenburgs Kirchen.

Die Vorgänger waren:

Menschen helfen Engeln - 2009
Menschen helfen Engeln - 2010
Menschen helfen Engeln - 2011
Vergessene Kunstwerke - Altar braucht Hilfe
Vergessene Kunstwerke - Ihre Spende für die Kunstschätze der Dorfkirche Dedelow
Vergessene Kunstwerke - Ihre Spende zur Sicherung der Scherer-Orgel Bernau
Vergessene Kunstwerke - Ihre Spende zur Sicherung mittelalterlichen Altarretabels aus Ruhland

Medienecho / Links:

Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vom 23.11.2016
Hilfe für ein Epitaphgemälde aus der Dorfkirche Blankensee auf der Internetseite der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz
Spendenaktion "Vergessene Kunstwerke" auf der Internetseite des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege
Berliner Morgenpost vom 23. November 2016: Spendenaktion für Kunstwerke in Brandenburger Kirchen
Berliner Zeitung vom 23. November 2016: Spenden-Aktion: Rettung für Jesus in Blankensee
Märkische Onlinezeitung vom 23. November 2016: Spendenaktion für Kunstwerke in Brandenburger Kirchen gestartet
Märkische Allgemeine vom 23. November 2016: Brandenburgs Kirchenschätze in Not
Märkische Onlinezeitung vom 24. November 2016: Retter vergessener Kunstwerke gesucht
Potsdamer Neueste Nachrichten vom 24. November 2016: Gemälde aus Blankensee soll aufgearbeitet werden
Lausitzer Rundschau vom 29. November 2016: Ein Reformationsgemälde braucht Hilfe
Die Kirche vom 18. Dezember 2016: Heil und ewiges Leben
Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vom 13.01.2017


  zurück