Das Gemälde in der Sockelzone zeigt das Letzte Abendmahl Christi, eine für lutherische Altaraufsätze sehr typische Darstellung, die den Inhalt der am Altar gefeierten Abendmahlsliturgie verbildlicht. Es ist hier kombiniert mit dem Jüngsten Gericht im großen Mittelbildfeld und einer Darstellung des Propheten Ezechiel, der in einer Vision die Auferstehung der Toten im "Tal der Gebeine" durch die Macht Gottes sieht. Die Ezechielszene begegnet uns häufig auf Eptaphien der Zeit. Wie dort steht sie auch auf dem Laubster Retabel symbolisch für den Glauben an die jenseitige Erlösung und Auferstehung. In Verbindung mit dem Jüngsten Gericht im Bild darunter spiegelt sie nicht zuletzt auch die Ängste und Hoffnungen der Zeit um 1600, in der man sich dem Jüngsten Gericht sehr nah glaubte. Begleitet werden die Gemälde durch mittelalterliche Heiligenfiguren, die in den Nischen der "Altarfassade" eingestellt wurden. Sie stammen offenbar aus zwei unterschiedlichen Schnitzaltären der Zeit des Weichen Stils um 1420/30 (die beiden weiblichen Heiligen in der Mittelzone) sowie der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts (die sechs kleineren Figuren in Sockel und Auszug). In der Entstehungszeit des Laubster Retabels war es durchaus üblich, mittelalterliche Figuren in neue Altarretabel einzubeziehen, etwa um dieser Neustiftung eine historische Verankerung zu geben, aber auch aus künstlerisch-dekorativen Gründen.

Die Architekturelemente des Laubster Altaraufsatzes sind von einer ganz besonderen Pracht und Qualität. Sie wurden von einer Werkstatt geschaffen, die offenbar in der Niederlausitz mehrere Retabel schuf, neben den Dorfkirchen von Laubst, Leuthen und Komptendorf z. B. auch in den großen Stadtkirchen von Cottbus, Spremberg und Finsterwalde. Das Laubster Retabel zeichnet sich innerhalb der Werke dieser bedeutenden Werkstatt besonders durch den glücklichen Umstand aus, dass sich die originale Farbfassung noch weitgehend erhalten hat. Sie vermittelt dem heutigen Betrachter einen Eindruck von der manieristischen Schnitz- und Dekorationskunst, wie er angesichts zahlreicher späterer Veränderungen nur noch selten zu erlangen ist.

Mit dem vorliegenden Faltblatt möchten wir Ihnen den zum Ende des 16. Jahrhunderts entstandenen Renaissance-Altaraufsatz aus der Dorfkirche in Laubst (Landkreis Spree-Neiße) vorstellen und Sie um Ihre Hilfe bei der Restaurierung dieses Kunstwerkes bitten! Die Kirchengemeinde allein ist mit der Finanzierung dieser Arbeiten überfordert.

Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, den Laubster Altar als bedeutendes Beispiel brandenburgischer Kirchenkunst für die Nachwelt zu erhalten.

Kontakt:

Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.
Telefon: 030-4493051
E-mail: altekirchen@aol.com

Ihre Spende:

Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.
Konto-Nr. 51 99 76 70 05
BLZ 100 900 00 (Berliner Volksbank)
Stichwort: Altar Laubst

Eine gemeinsame Aktion von:

Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Wünsdorfer Platz 4-5, 15806 Zossen

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Georgenkirchstraße 69, 10249 Berlin

Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V., PF 024675, 10128 Berlin

Stiftung Kirchliches Kulturerbe in Berlin-Brandenburg, treuhänderische Stiftung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Waisenstraße 28, 10179 Berlin

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Medienecho / Links:

Internetpräsenz der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Pressemitteilung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Internetpräsenz des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums
Pressemitteilung des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums
Lausitzer Rundschau vom 05. Dezember 2012: Rettungsaktion für ein Laubster Kleinod läuft an
Märkische Allgemeine vom 17. Dezember 2012: "Vergessene Kunstwerke"
Lausitzer Rundschau vom 18. Dezember 2012: Ein Glücksfall für die Denkmalpflege
Potsdamer Neueste Nachrichten vom 18. Dezember 2012: Spenden für kirchliche Kunstwerke
Uckermarkkurier vom 18. Dezember 2012: "Der Altar ist ein Glücksfall für die Denkmalpflege"
Lausitzer Rundschau vom 10. Mai 2013: Spenden fließen zur Rettung des Laubster Altars


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